24/2026
Gesundheitsdaten: Raus aus den Silos · Die Kunst des richtigen Schlafes · Wenn ADHS bei Frauen übersehen wird · KI diagnostiziert Hirntumoren in Minuten · Vertrauen in die eigene Gestaltungskraft ist gewachsen · Neue stern-Klinikliste 2026/27 jetzt im Handel und online erhältlich
📌 5 weekly picks
1 📌 🧩 🏥 Gesundheitsdaten: Raus aus den Silos
Deutschland hat kein Datenproblem. Deutschland hat ein Verbindungsproblem. In Kliniken, Arztpraxen, Krankenkassen und Forschungsprojekten entstehen jeden Tag Gesundheitsdaten, die Diagnosen verbessern, Therapien gezielter machen und Forschung beschleunigen könnten. Doch viele dieser Informationen bleiben dort stecken, wo sie erhoben wurden.
Genau hier setzt ein neues Fokuspapier der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina an. Diese fordert verbindliche Standards für digitale Medizin - und damit einen klaren Kurs raus aus den Datensilos. Denn digitale Systeme müssen Daten nicht nur austauschen, sondern auch inhaltlich richtig verstehen können. Bislang fehlen dafür nach Einschätzung der Fachleute klare Anreize, Zuständigkeiten, Fristen und messbare Ziele.
Die elektronische Patientenakte könnte dabei eine zentrale Rolle spielen, wenn sie flächendeckend, funktional und nach einheitlichen Standards weiterentwickelt wird. Auch KI kann helfen, Daten zu strukturieren und besser nutzbar zu machen.
Der entscheidende Punkt bleibt aber politisch und organisatorisch: Gesundheitsdaten müssen sicher geschützt und zugleich nach einheitlichen Regeln auffindbar, austauschbar und nachnutzbar werden. Erst dann können Informationen aus Versorgung, Forschung und Abrechnung sinnvoll zusammenfinden. Denn digitale Medizin entsteht nicht nur durch mehr Technik, sondern durch Daten, die die Patientenversorgung wirklich verbessern können.
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2 📌 😴 ⏳ Die Kunst des richtigen Schlafs: Wie die Schlafdauer unser biologisches Alter bestimmt
Schlaf ist weit mehr als nur Erholung – er ist ein zentraler Stellhebel für gesundes Altern und ein langes Leben. Eine aktuelle Untersuchung im Fachmagazin Nature liefert nun faszinierende Einblicke darüber, wie genau die Schlafdauer unsere biologische Uhr beeinflusst.
Mithilfe sogenannter „Sleep Charts“ analysierten Forscher die Daten von Probanden im Alter von 37 bis 84 Jahren und setzten die selbstberichtete Schlafdauer in Bezug zu 23 biologischen Alterungs-Markern, die auf In-vivo-Bildgebung, Plasma-Proteomik und Metabolomik basieren, um die sogenannte "Alters-Lücke" (Age Gap) zu berechnen. Man sieht also genau, ob das biologische Alter der Organe (gemessen an den Molekülen im Blut) mit dem echten Geburtsdatum übereinstimmt – oder ob z. B. Schlafmangel den Körper auf molekularer Ebene schneller altern lässt.
Das Ergebnis zeigt eindeutige U-förmige Kurven über neun Organ- und Körpersysteme hinweg:

Das Optimum - der tiefste Punkt des U: Das ist der optimale Bereich. Auf der vertikalen Achse (die für das biologische Alter steht) bedeutet das: Hier ist das biologische Alter am niedrigsten, der Körper ist am gesündesten. Die Studie zeigt, dass dieser Idealpunkt bei 6,4 bis 7,8 Stunden Schlaf liegt. Sowohl zu kurzer (< 6 Stunden) als auch zu langer (> 8 Stunden) Schlaf beschleunigen die biologische Alterung, die Kurven wandern nach oben und erhöhen das Risiko für systemische Erkrankungen wie Diabetes oder Depressionen sowie die Gesamtmortalität.
The MULTI Consortium., O’Toole, C.K., Song, Z. et al. Sleep chart of biological ageing clocks in middle and late life. Nature (2026). https://doi.org/10.1038/s41586-026-10524-5
🔗 Quelle: Deutsches Ärzteblatt
3 📌 🧠🔎 Wenn ADHS bei Frauen übersehen wird
ADHS gilt noch immer oft als Störung des zappeligen Jungen. Genau dieses Bild kann dazu führen, dass Mädchen und Frauen viel zu spät erkannt werden. Denn bei ihnen zeigt sich ADHS häufig weniger laut: mit innerer Unruhe, Erschöpfung, Selbstzweifeln, Konzentrationsproblemen und dem ständigen Versuch, irgendwie zu funktionieren.
Die Uni Marburg will diese Lücke mit dem Projekt GAP-ADHS genauer untersuchen. Im Fokus stehen Frauen sowie trans- und nichtbinäre Personen, die in Diagnostik und Versorgung bislang häufig durchs Raster fallen. Ab August sollen deutschlandweite Befragungen und Krankenkassendaten zeigen, warum Diagnosen oft spät gestellt werden, welche Fehldiagnosen auftreten und wo Versorgung nicht greift. Besonders wichtig ist der Blick auf Anpassungsstrategien: Viele Betroffene lernen früh, ihre Schwierigkeiten zu überspielen. Das kann lange funktionieren - bis Erschöpfung, Depressionen, Ängste oder Burn-out im Vordergrund stehen.
Das Projekt soll deshalb nicht nur Wissen schaffen, sondern auch konkrete Hilfen für die Praxis entwickeln, etwa Checklisten, Fortbildungen und Informationsmaterial. Geschlechtersensible Medizin beginnt nicht erst bei Herzinfarkt oder Krebs. Sie beginnt auch dort, wo Symptome lange nicht gesehen werden.
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4 📌 🚀 🧠 KI diagnostiziert Hirntumoren in Minuten statt Wochen
Heidelberger Experten haben ein KI-System entwickelt, das Hirntumoren anhand gewöhnlicher mikroskopischer Gewebeschnitte mit bislang unerreichter Genauigkeit klassifizieren kann. Das System erkennt anhand digitalisierter Standardfärbungen mehr als 100 molekulare Untergruppen von Tumoren des zentralen Nervensystems, liefert Ergebnisse innerhalb weniger Minuten und könnte die Diagnostik von Hirntumoren weltweit beschleunigen.
Das neue, „Hetairos“ genannte KI-System wurde von einem Team unter der Leitung von Moritz Gerstung (Deutsches Krebsforschungszentrum, DKFZ) und Felix Sahm (Medizinische Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg und Universitätsklinikum Heidelberg) entwickelt. Ziel des Projekts war es, allein aus den routinemäßig angefertigten und gefärbten histologischen Schnitten vorherzusagen, zu welcher molekularen Tumoruntergruppe ein Tumor gehört.
In einer prospektiven Studie wurde Hetairos parallel zur klinischen Routine eingesetzt. Dabei analysierte das System 210 Tumorproben, ohne dass das KI-Ergebnis Einfluss auf die tatsächliche Diagnose oder Therapieentscheidung hatte.
Während die vollständige molekulare Diagnostik durchschnittlich etwa zwölf Tage benötigte, erzeugte Hetairos seinen Befund nach Digitalisierung der gefärbten Gewebeschnitte in nur zwölf Minuten auf handelsüblicher Computerhardware. Einschließlich Präparation und Digitalisierung der Gewebeschnitte könnten Ergebnisse oft bereits innerhalb von 24 Stunden bis zwei Tagen verfügbar sein.
Auch wirtschaftlich könnte die Methode Vorteile bieten. Während eine DNA-Methylierungsanalyse typischerweise mehrere hundert Euro kostet, nutzt Hetairos für eine Analyse ohnehin vorhandene Gewebeschnitte. Moritz Gerstung bestätigt: „Hetairos zeigt das enorme Potenzial KI-gestützter digitaler Pathologie, schnelle und breit verfügbare Diagnoseverfahren bereitzustellen, die bislang nur mit erheblichem technischem Aufwand möglich waren.“
Jin D., Shmatko A., Patel A. et al. Hetairos is a histology-based artificial intelligence model for predicting central nervous system tumor methylation subtypes. Nature Cancer (2026). DOI: 10.1038/s43018-026-01186-3
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5 📌 Selbstwirksamkeit: Vertrauen in die eigene Gestaltungskraft ist gewachsen 🧭 💪
Wie sehr glauben Menschen, ihr Leben selbst beeinflussen zu können? Eine Langzeitstudie der Universität Greifswald zeigt: In Deutschland ist dieses Gefühl über die vergangenen Jahrzehnte gewachsen. Die Forschenden werteten Daten von mehr als 42.000 Personen aus dem Sozio-oekonomischen Panel aus. Der Zeitraum umfasst mehr als 20 Jahre, die Befragten waren zwischen 16 und 98 Jahre alt.
Im Mittelpunkt standen sogenannte Kontrollüberzeugungen - also die Frage, ob Menschen sich als handlungsfähig erleben. Das ist mehr als ein psychologisches Detail: Wer glaubt, etwas bewirken zu können, kommt oft aktiver durch Krisen und bleibt psychisch wie körperlich stabiler. Besonders deutlich zeigt sich ein Generationeneffekt: Später geborene Jahrgänge berichten höhere Kontrollüberzeugungen als frühere Generationen und behalten dieses Gefühl auch länger im Alter.
Auch soziale Unterschiede haben sich verändert. Frauen erleben heute mehr Kontrolle als früher, die Kluft zwischen Männern und Frauen ist kleiner geworden. Gleichzeitig zeigt die Studie, dass nicht alle gleichermaßen profitieren. Arbeitslosigkeit oder Behinderung gehen heute mit stärkeren Einbrüchen im Kontrollgefühl einher als noch vor zwei Jahrzehnten.
Damit zeigt die Untersuchung, dass Selbstwirksamkeit nicht nur eine Frage der Persönlichkeit, sondern auch der sozialen Bedingungen sein könnte.
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Entringer, T.M., Buchinger, L., Heckhausen, J., Ram, N., & Gerstorf, D. (2026). Historical Changes in Control Belief Trajectories. European Journal of Personality. https://doi.org/10.1177/08902070261454669
PLUS … In eigener Sache: Klinikliste 2026/27
Erstmals seit 14 Jahren steht nicht mehr die Berliner Klinik Charité auf Platz eins der Klinikrangliste von MINQ. Die Spitzenposition geht nun an den neu geschaffenen Verbund der Universitätskliniken Heidelberg und Mannheim.

Die Übersicht und alle Fachübersichten werden wie in den Vorjahren im Magazin stern publiziert.

💬 Über unseren Tellerrand
1 🧬⚖️ Nach Regierungskritik: Ausschluss von Diabeteskongress
Wie politisch darf oder muss Wissenschaft sein, wenn es um öffentliche Gesundheit, Forschungsgelder und Desinformation geht? Auf dem Jahreskongress der American Diabetes Association in New Orleans sind fünf anerkannte Diabetes-Fachleute ausgeschlossen worden, nachdem sie einen regierungskritischen Text verteilt hatten.
Sie hatten gedruckte Exemplare eines Leitartikels verteilt, der im ADA-Journal Diabetes Care erschienen war. Darin kritisieren die Autoren die Gesundheits- und Forschungspolitik der US-Regierung - unter anderem mit Blick auf Impfungen, Diabetesinformationen und geplante Kürzungen bei den National Institutes of Health.
Nach Medienberichten griff die Polizei ein und entfernte die Fachleute aus dem Konferenzzentrum. Die Organisatoren verwiesen auf interne Regeln und auf die Pflicht der ADA, als gemeinnützige Organisation überparteilich zu bleiben. Der Fall sorgt nun international für Diskussionen. Denn es geht nicht nur um einen Kongresskonflikt, sondern um die Frage, wie offen wissenschaftliche Debatte bleiben kann, wenn Forschung, Gesundheitspolitik und öffentliche Kommunikation unter Druck geraten.
Besonders brisant: Einer der Betroffenen war der Chefredakteur von Diabetes Care und Hauptautor des kritischen Leitartikels. Für die Medizin ist der Vorfall deshalb ein Warnsignal: Vertrauen in Forschung braucht nicht nur gute Daten, sondern auch Räume, in denen Kritik möglich bleibt.
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2 🧊 🦠 Ötzis Mikrobiom ist noch in Bewegung
Ötzi ist seit mehr als 5.300 Jahren tot. Sein Mikrobiom aber erzählt weiter. Forschende haben auf und in der Gletschermumie Mikroorganismen untersucht - und Hinweise gefunden, dass kälteangepasste Hefepilze selbst bei minus sechs Grad noch aktiv sein könnten.
Für die Studie wurden Proben von der Oberfläche sowie aus dem Inneren der Mumie analysiert, unter anderem aus Magen und Darm. Dabei fanden sich Erbgutreste des ursprünglichen Mikrobioms, Spuren aus der Gletscherumgebung und Veränderungen, die mit Lagerung und Konservierung zusammenhängen.
Besonders spannend: Vergleiche von Proben aus den Jahren 2010 und 2019 deuten darauf hin, dass sich bestimmte Mikroorganismen über die Zeit verschoben haben. Für die Forschung ist das doppelt interessant. Einerseits liefert Ötzi seltene Einblicke in ein sehr altes menschliches Mikrobiom. Andererseits zeigt die Studie, dass auch eine perfekt konservierte Mumie mikrobiologisch beobachtet werden muss, damit erhalten bleibt, was sie über die Vergangenheit erzählen kann.

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📬 In unserer Mailbox
1️⃣ 🧠🤖 KI soll Therapieerfolge bei Parkinson besser vorhersagen
Ob eine Therapie wirklich hilft, zeigt sich nicht nur in Messwerten. Für Betroffene zählt vor allem, ob der Alltag leichter wird. Forschende des Universitätsklinikums Tübingen haben nun am Beispiel der tiefen Hirnstimulation bei Parkinson untersucht, ob KI solche patientenrelevanten Erfolge besser vorhersagen kann. Dafür analysierten sie Daten von 130 behandelten Patienten und kombinierten klinische Befunde, Angaben zur Lebensqualität, emotionale und kognitive Faktoren sowie Bilddaten zur Lage der Elektroden. Besonders wichtig waren drei Faktoren: jüngeres Alter, eine hohe emotionale Belastung vor der Behandlung und die genaue Position der aktiven Elektrodenkontakte im Gehirn.
Die Studie zeigt damit: Lebensqualität nach einer komplexen Therapie lässt sich nicht an einem einzelnen Wert festmachen. Entscheidend ist das Zusammenspiel biologischer, psychologischer und technischer Faktoren. Die KI soll dabei nicht allein über Therapien entscheiden, könnte aber helfen, Erwartungen realistischer einzuordnen, Beratung individueller zu machen und Therapieziele stärker an den Bedürfnissen der Betroffenen auszurichten.
🔗 Weiterlesen auf den Seiten von Gesundheitsindustrie BW
Khoshnoud, S., Negahbani, F., Cebi, I. et al. Age, emotional burden and deep brain stimulation electrode location shape Parkinson’s disease quality of life. npj Digit. Med. 9, 434 (2026). https://doi.org/10.1038/s41746-026-02828-7
📣 Ankündigungen
1️⃣ EKFZ-Expertengespräch Adipositas: Viele Betroffene, wenig Versorgung ⚖️ 🍎
Adipositas betrifft viele Menschen - doch die Versorgung bleibt in Deutschland oft weit hinter dem Bedarf zurück. Genau darum geht es bei einem Expertengespräch des Else Kröner Fresenius Zentrums für Ernährungsmedizin am 2. Juli in München und virtuell. Im Mittelpunkt stehen Stigmatisierung, Versorgungslücken und die Frage, was politisch jetzt passieren muss.
Das EKFZ verweist auf eine repräsentative FORSA-Befragung von Betroffenen, die deutliche Missstände zeigt: Menschen mit Adipositas erleben nicht nur alltägliche Abwertung, sondern finden häufig auch keine Behandlung, die den Leitlinien entspricht. Besonders wichtig wird die Debatte, weil der Bundestag noch vor der Sommerpause über die künftige Richtung der Adipositas-Therapie in Deutschland entscheidet. Das EKFZ fordert unter anderem, strukturierte Behandlungsprogramme wie ein DMP Adipositas zügig umzusetzen.
📅 Wann: 2. Juli 2026
📍 Wo: Presseclub München, Marienplatz 22/IV, 80331 München und virtuell
2️⃣ 🎯🤖 Radioonkologie zwischen Präzision und KI
Wie sieht die Strahlentherapie der Zukunft aus? Der 32. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie DEGRO sucht nach Antworten. Im Mittelpunkt stehen zentrale Zukunftsfragen des Fachs: klinische Studien, Leitlinienarbeit, Translation, Präzisionsstrahlentherapie, KI und die Rolle der Radioonkologie in der Versorgungslandschaft.
Besonders spannend ist der Blick auf neue Therapiekonzepte, bei denen Radiotherapie mit Immuntherapien oder zielgerichteten Wirkstoffen kombiniert wird. Auch organ- und funktionserhaltende Behandlungen rücken stärker in den Fokus. Für Patientinnen und Patienten kann das langfristig bedeuten: individuellere Therapieplanung, bessere Abstimmung im Behandlungsteam und mehr Chancen auf wirksame, schonende Konzepte.
📅 Wann: 25. bis 27. Juni 2026
📍 Wo: Congress Center Leipzig
🤕 IchalsPatient:in
1️⃣ 🤕 📝 Behandlungsfehler vermutet - was jetzt?
Wenn nach einer Behandlung etwas schiefläuft, bleibt oft Unsicherheit: Komplikation, Risiko - oder tatsächlich ein Fehler? Die Techniker Krankenkasse meldet für 2025 einen neuen Höchststand: Mehr als 7.500 Versicherte wandten sich mit Verdacht auf einen Behandlungsfehler an die Kasse, 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Etwa jeder dritte Verdacht erhärtet sich laut TK im Prüfverfahren.
Für Betroffene ist wichtig: Auffälligkeiten möglichst früh dokumentieren, Befunde, Arztbriefe, Fotos und Gesprächsnotizen sammeln und sich Unterstützung holen. Ein erster Schritt kann das Gespräch mit der behandelnden Praxis oder Klinik sein. Zusätzlich können Krankenkassen beraten und unter bestimmten Voraussetzungen eine Prüfung durch den Medizinischen Dienst anstoßen. Behandlungsfehler können Diagnose, Therapie, Aufklärung, Organisation oder Nachsorge betreffen.
Nicht jede Verschlechterung ist automatisch ein Fehler - aber ein Verdacht sollte ernst genommen werden. Patientensicherheit braucht mehr Transparenz, klare Anlaufstellen und eine Fehlerkultur, in der Probleme nicht verschwiegen, sondern aufgearbeitet werden.
🔗 Weitere Infos dazu auf den Seiten des WDR
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