🗞 20/2026
Resistenzfalle: Leukämie-Stammzellen lassen Therapien scheitern · Langzeitfolgen von Kopfverletzungen · Große Gefahr für Säuglinge: Wenn Medikamente nicht richtig verabreicht werden · Sind psychische Erkrankungen biologisch enger verwandt sein als gedacht · Mehr Bewegung, bessere Stimmung?
📌 5 weekly picks
1 📌 Leukämie-Stammzellen lassen Therapien scheitern - Studie eröffnet Wege aus der Resistenzfalle 🩸🧬
Die akute myeloische Leukämie (AML) ist eine aggressive Form von Blutkrebs, die trotz verbesserter Therapien oft eine schlechte Prognose hat. In den letzten Jahren hat das zielgerichtete Medikament Venetoclax die Behandlung zwar deutlich verbessert. In Kombination mit anderen Wirkstoffen zeigt Venetoclax bei der AML oft gute Therapieerfolge und wird in Zukunft, zumindest zum Teil, die hochaggressive Chemotherapie ersetzen. Doch bei fast allen Patientinnen und Patienten kehrt die AML zurück – in der Regel, weil einzelne Krebsstammzellen resistent gegen den Wirkstoff werden.
Forschende um Andreas Trumpp, den Leiter der Abteilung für Stammzellen und Krebs am DKFZ und Geschäftsführer der Heidelberg Stem Cell Technology and Experimental Medicine (HI-STEM gGmbH), konzentrierten sich in einer aktuellen Arbeit nun auf genau diese Stammzellen der AML. Diese seltenen Zellen gelten als „Wurzel“ der Erkrankung: Sie können sich ohne Limit selbst erneuern und sind verantwortlich für Therapieresistenz und Rückfälle. Die Wissenschaftler konnten zeigen, dass es nicht nur eine Art dieser Stammzellen gibt, sondern mindestens vier unterschiedliche Subtypen. Sie unterscheiden sich darin, welchem Entwicklungsstadium gesunder Blutzellen sie ähneln – und genau das bestimmt, wie sie auf Venetoclax-Therapien reagieren.
Besonders problematisch ist dabei die Fähigkeit dieser Krebszellen, ihren Zustand zu verändern. Unter dem Druck der Therapie können sie sich gewissermaßen „umprogrammieren“ und in einen resistenten Zustand wechseln. Tatsächlich konnten die Forschenden beobachteten, dass viele Leukämiezellen im Verlauf der Behandlung in einen Zelltyp übergehen, der weniger empfindlich gegenüber Venetoclax ist. Diese Zellen wechseln dann auf ein verwandtes Protein, um das Überleben zu sichern und entziehen sich so der Wirkung von Venetoclax. Die Arbeit zeigt aber auch konkrete Wege auf, wie die Venetoclax-Resistenz überwunden werden könnte.
“Künftig könnte bereits bei der Diagnose bestimmt werden, welcher Patient von welcher Therapie am meisten profitiert. Die Behandlung würde damit individueller, zielgerichteter und potenziell erfolgreicher“, erläutert Alexander Waclawiczek, einer der Erstautoren der Arbeit.
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Waclawiczek A, Leppä A, Renders S ... Leukemic stem cell subtypes determine venetoclax resistance and therapeutic vulnerabilities in AML Cell Stem Cell, 2026; DOI: 10.1016/j.stem.2026.04.012
2 📌 Wie ein Protein die Langzeitfolgen von Kopfverletzungen steuern könnte 🧠⚠️
Leichte traumatische Hirnverletzungen mTBI (mild Traumatic Brain Injury), etwa durch Sportunfälle oder Stürze, werden oft unterschätzt. Doch während die akuten Symptome meist schnell abklingen, behalten bis zu 20 % der Betroffenen langfristige kognitive Beeinträchtigungen zurück und tragen ein erhöhtes Risiko für Demenz. Eine aktuelle Studie des Universitätsklinikums Bonn (UKB) und der Universität Bonn liefert nun eine molekulare Erklärung für dieses Phänomen.
Im Zentrum der Untersuchung steht das Protein ASC. Dieses fungiert als Bindeglied in den „Inflammasomen“ – den Notrufsystemen unserer Immunzellen. Normalerweise schützt eine Entzündungsreaktion das Gewebe nach einer Verletzung. Ein Forschungsteam um Sergio Castro-Gomez vom Institut für Physiologie II des Universitätsklinikum Bonn konnte jedoch zeigen, dass ASC nach einer Hirnverletzung eine überschießende und chronische Neuroinflammation befeuert. In Mausmodellen blieb die Entzündungsaktivität durch ASC-Aggregate bis zu 21 Tage nach dem Trauma erhöht. Mäuse hingegen denen das Protein ASC fehlte, zeigten signifikant geringere Entzündungswerte und blieben von kognitiven Defiziten weitgehend verschont. Die gezielte pharmakologische Blockade von ASC könnte künftig helfen, neurodegenerative Folgeschäden zu verhindern und die Heilung nach Kopfverletzungen zu verbessern.
Diese Entdeckung markiert einen wichtigen Schritt hin zur Entwicklung spezifischer Therapien gegen die Langzeitfolgen von Gehirnerschütterungen. Denn auch leichte Hirnverletzungen nach Unfällen, Sport oder Gewalt können langfristige Gedächtnisprobleme und ein erhöhtes Demenzrisiko verursachen. Therapien gegen diese Folgeschäden fehlen bislang.
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3 📌 Große Gefahr für Säuglinge: Wenn Medikamente nicht richtig verabreicht werden 👶💊
Die tägliche Gabe einer Tablette mit Colecalciferol (Vitamin D3) und Fluorid im aufgelösten Zustand für Säuglinge und Kleinkinder ist eine alltägliche, von Eltern jahrzehntelang geübte Praxis, die wichtig ist, um die Kinder vor Rachitis und Karies zu schützen. In einem ausführlichen Artikel weist die Wissenschaftsjournalistin Christina Berndt in der Süddeutschen Zeitung auf einen Umstand hin, der für die Eltern von Kleinstkindern bedeutsam ist - die fachgerechte Handhabung der Medikamentengabe. Nicht vollständig aufgelöste Tabletten stellen ein enormes Risiko für die Kleinstkinder dar. Darauf weist nun auch eine Risikoinformation des BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte) hin, wie die SZ berichtet.
“Vor jeder Anwendung bei Säuglingen und Kleinkindern sollte deswegen überprüft werden, ob die Tablette vollständig zerfallen ist. Dabei ist zu beachten, dass das Auflösen nur in den Flüssigkeiten zulässig ist, die in der Fach- bzw. Gebrauchsinformation ausdrücklich genannt werden. Das Verwenden von anderen Flüssigkeiten als Wasser (z. B. Milch, Muttermilch) kann möglicherweise den vorgesehenen Zerfallsprozess beeinträchtigen oder verzögern.” (BfArM)
Hintergrund der Berichterstattung war der tragische Tod eines dreimonatealten Kindes, das sich mutmaßlich an einer nur unvollständig aufgelösten Tablette verschluckte.
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4 📌 🧠 Psychische Erkrankungen könnten biologisch enger verwandt sein als gedacht 🧠⚡
Depression, bipolare Störung und Schizophrenie gelten bislang als klar getrennte Diagnosen. Eine neue Übersichtsarbeit aus Magdeburg deutet jedoch darauf hin, dass sich die Erkrankungen biologisch teilweise überschneiden – insbesondere über Entzündungsprozesse im Gehirn. Im Fokus der in Molecular Psychiatry veröffentlichten Arbeit stehen sogenannte Mikroglia – die Immunzellen des Gehirns – sowie der Kynurenin-Stoffwechselweg, der die Kommunikation zwischen Nervenzellen beeinflussen kann.
Die Forschenden kombinierten dafür Bildgebung des lebenden Gehirns, Analysen der Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit und Untersuchungen von Hirngewebe. Das Ergebnis: Die biologischen Veränderungen passen offenbar nicht immer eindeutig zu klassischen Diagnosen. Stattdessen könnten Faktoren wie Entzündungsaktivität, psychotische Symptome, Suizidalität oder kognitive Einschränkungen wichtiger sein als die Diagnose allein.
Besonders konsistent zeigten sich bei Depressionen Hinweise auf erhöhte Immunaktivität in Hirnregionen, die an Emotionsregulation und Stressverarbeitung beteiligt sind. Die Arbeit unterstützt damit die Idee einer stärker personalisierten Psychiatrie: Künftig könnten biologische Muster und individuelle Symptome stärker berücksichtigt werden als starre Diagnosegrenzen.
Noch handelt es sich um Grundlagenforschung. Die Forschenden sehen darin jedoch einen möglichen Schritt hin zu präziseren Therapien für psychische Erkrankungen.
🔗 Weiterlesen auf den Seiten der UM Magdeburg
Nussbaumer, M., Guest, P.C., Schiltz, K. et al. Multimodal microglial and kynurenine pathway alterations across the affective-psychosis spectrum: a systematic review of patterns, heterogeneity, and dimensional implications. Mol Psychiatry (2026). DOI: https://doi.org/10.1038/s41380-026-03614-3
5 📌 🏃 🧠 Mehr Bewegung, bessere Stimmung? Große Analyse liefert neue Hinweise ⚡ 🏃
Dass Bewegung gut für die Psyche ist, gilt als gesichert. Eine neue internationale Analyse mit Daten von mehr als 8.000 Personen zeigt nun genauer, wie eng körperliche Aktivität und emotionale Stimmung im Alltag tatsächlich zusammenhängen. Die Forschenden werteten mehr als 300.000 Stimmungsabfragen aus, die mithilfe von Smartphones und digitalen Alltagserhebungen erfasst wurden. Die Ergebnisse erschienen in Nature Human Behaviour.
Das zentrale Ergebnis: Menschen fühlen sich nach Bewegung meist besser – gleichzeitig bewegen sie sich häufiger, wenn sie bereits gute Stimmung haben. Besonders deutlich zeigte sich der Zusammenhang bei Energie und Wachheit: Mehr als 95 Prozent der Teilnehmenden fühlten sich rund um körperliche Aktivität energiegeladener.
Untersucht wurden dabei nicht nur Sport, sondern auch Alltagsbewegungen wie Spazierengehen, Treppensteigen oder Hausarbeit. Interessant: Menschen mit niedrigerem Wohlbefinden profitierten besonders stark von Bewegung. Die Forschenden betonen jedoch, dass die Effekte individuell unterschiedlich ausfallen. Nicht jede Person reagierte gleichermaßen positiv.
Die Arbeit gilt als bislang größte Analyse zum Zusammenhang von Bewegung und emotionalem Wohlbefinden im Alltag – und könnte neue Impulse für Prävention und psychische Gesundheit liefern.
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Johanna Rehder et al.: An Individual Participant Data Meta-Analysis of How Physical Activity Relates to Affective Well-Being in Daily Life, in: Nature Human Behaviour, 2026, DOI: 10.1038/s41562-026-02427-2, https://www.nature.com/articles/s41562-026-02427-2
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💬 Über unseren Tellerrand
1️⃣ 🦋 Der Kipppunkt der Evolution: Wann Arten ihre Anpassungsfähigkeit verlieren 🌍🧬
Arten können sich an Veränderungen ihrer Umwelt genetisch anpassen – aber nicht unbegrenzt. Eine neue mathematische Studie der Universität Wien zeigt: Selbst schleichende Umweltveränderungen können einen Kipppunkt auslösen, an dem Anpassung plötzlich scheitert. Besonders entscheidend sind dabei: die Geschwindigkeit der Umweltveränderung, räumliche Unterschiede im Lebensraum und genetische Drift in kleinen Populationen. Geht die genetische Vielfalt verloren, geraten Populationen in eine Abwärtsspirale: Anpassung wird schwieriger, Bestände schrumpfen oder zerfallen in isolierte Teilpopulationen.
Die Forschenden betonen deshalb, wie wichtig genetischer Austausch zwischen Populationen ist – etwa durch vernetzte Lebensräume und funktionierende Wanderkorridore. Die in PNAS veröffentlichte Arbeit liefert damit wichtige theoretische Grundlagen für den Naturschutz im Klimawandel.
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Polechová J. (2026) Evolution of Species' Range and Niche in Changing Environments. In PNAS. DOI: 10.1073/pnas.2604510123
2️⃣ KI und Radar: Neue Methode könnte Insekten in Echtzeit erfassen 🦟 📡
Wie lässt sich das weltweite Insektensterben besser überwachen? Forschende arbeiten dafür an einer Kombination aus Radarphysik und künstlicher Intelligenz, mit der sich Insektenarten künftig automatisch im Flug erkennen lassen könnten. Die Idee: Spezielle Radarsysteme erfassen Bewegungsmuster fliegender Insekten – darunter Fluggeschwindigkeit, Flughöhe und vor allem den charakteristischen Flügelschlag. Aus diesen Signalen entstehen komplexe Datensätze, die sich mit KI-Algorithmen analysieren lassen. Ähnlich wie bei einer biometrischen Signatur könnte jede Art dabei ein eigenes Muster hinterlassen.
Im Unterschied zu klassischen Monitoring-Methoden müssten die Tiere dafür weder eingefangen noch markiert werden. Zudem wären kontinuierliche Beobachtungen auch nachts oder über großen Flächen möglich. Die Forschenden sehen darin großes Potenzial für die Biodiversitätsforschung. Veränderungen in Populationen oder Wanderbewegungen könnten deutlich früher erkannt werden als bisher. Gerade vor dem Hintergrund sinkender Insektenbestände gilt ein präziseres Umweltmonitoring als wichtiger Baustein für den Naturschutz. Die Arbeiten zeigen zugleich, wie stark moderne KI-Methoden zunehmend mit Physik und Ökologie verschmelzen.
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Linta Antony, Cian White, Nicola Marchetti, Ian Donohue, Jane Catherine Stout, Adam Narbudowicz, Harnessing mmWave signals and machine learning for noninvasive taxonomic classification of insects, PNAS Nexus, Volume 5, Issue 4, April 2026, pgag096, https://doi.org/10.1093/pnasnexus/pgag096
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1️⃣ 🧠 Depression verändert offenbar nicht den Genuss – sondern die Erwartung darauf 🧠 🍽️
Warum verlieren Menschen mit Depressionen oft das Interesse an Dingen, die ihnen eigentlich Freude machen? Eine neue Studie aus Bonn und Tübingen liefert dazu wichtige Hinweise: Das Problem scheint weniger im eigentlichen Genuss zu liegen – sondern stärker in der Erwartung von Belohnung.
Für die im Fachjournal Cell Reports Medicine veröffentlichte Arbeit untersuchten Forschende 103 Personen mit und ohne Depression. Im Fokus stand die Frage, wie das Gehirn auf Essensbelohnungen reagiert. Das Ergebnis: Menschen mit Depressionen empfanden Essen beim tatsächlichen Konsum nicht als weniger angenehm. Geschmackserleben und Genuss unterschieden sich kaum von gesunden Kontrollpersonen. Deutlich verändert war jedoch die Phase davor: Betroffene berichteten über weniger Verlangen und geringere Vorfreude auf Essen.
Interessant dabei: Sobald die Belohnung konkret verfügbar war, stieg das Verlangen wieder an – noch bevor gegessen wurde. Die Forschenden vermuten daher, dass weniger der Genuss selbst beeinträchtigt ist, sondern vor allem Motivation und Erwartung. Zusätzlich zeigte die Studie einen Zusammenhang zwischen stärkerer Anhedonie und einer verminderten Insulinsensitivität. Die Ergebnisse könnten neue therapeutische Ansätze eröffnen – etwa durch Strategien, die positive Erwartungen gezielt stärken und belohnende Aktivitäten im Alltag leichter verfügbar machen.
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Corinna Schulz, Johannes Klaus, Franziska Peglow, Sabine Ellinger, Anne Kühnel, Martin Walter, Nils B. Kroemer: Blunted anticipation but not consummation of food rewards in depression; Cell Reports Medicine. DOI: https://doi.org/10.1016/j.xcrm.2026.102796
2️⃣ TÜV-Report: Jedes achte Röntgengerät weist Mängel auf
Der aktuelle TÜV-Röntgen-Report zeigt: Gut jede achte Röntgeneinrichtung (13 Prozent) weist bei den unabhängigen Sicherheitsprüfungen Mängel auf. Von den festgestellten Mängeln waren 17 Prozent „schwerwiegend“. Schwerwiegende Mängel sind Mängel, die das Patientenrisiko stark erhöhen, wie zum Beispiel eine zu hohe Dosis, mangelhafte Strahlfeldbegrenzung oder fehlende Bildqualität. Aber auch formale Punkte wie das Fehlen der CE-Kennzeichnung oder die Nichteinhaltung von gesetzlichen Vorgaben bei der Patientendosiserfassung gehören dazu.
Schwerwiegende Mängel schließen einen Weiterbetrieb der Anlage grundsätzlich aus, bis der Mangel behoben und das Gerät erneut geprüft wurde. Für Patienten bedeutet dies Risiken durch erhöhte Strahlenbelastung oder Fehldiagnosen aufgrund mangelhafter Bildqualität. Mit 8.144 geprüften Röntgenanlagen stellt die Dentalmedizin die größte Gerätegruppe. 16 Prozent der Geräte weisen Mängel auf. Die Quote entspricht damit dem Niveau des Röntgenreports aus dem Jahr 2022 (16 Prozent). An 1.333 Anlagen wurden insgesamt 1.748 Mängel festgestellt.
🔗 Zum Nachlesen im Röntgenreport 2026
📣 Ankündigungen
1️⃣ EACR 2026: Neue Impulse aus Europas Krebsforschung🎗️
Anfang Juni findet in Budapest der Jahreskongress der European Association for Cancer Research (EACR) statt – eines der wichtigsten europäischen Treffen für Krebsforschung. Unter dem Motto „Innovative Cancer Science“ kommen Forschende aus Grundlagenforschung, translationaler Medizin und klinischer Onkologie zusammen, um aktuelle Entwicklungen der Krebsmedizin zu diskutieren. Im Mittelpunkt stehen neben Krebsimmuntherapie, Tumorheterogenität und Metastasenforschung auch Genomik und Präzisionsonkologie sowie Tumormikroumgebung und räumliche Tumorbiologie.
Zudem sind auch Formate zu Karriereentwicklung, Nachwuchsförderung und internationalen Kooperationen geplant. Die EACR zählt zu den größten europäischen Fachgesellschaften für Krebsforschung mit mehr als 14.000 Mitgliedern weltweit.
👉 Zu Kongressseite und Wissenschaftlichem Programm
📅 Wann: 8. bis 11. Juni 2026
📍 Wo: Hungexpo, Albertirsai út 10, 1101 Budapest, Ungarn
🤕 IchalsPatient:in
1️⃣ 🩸 Typ-1-Diabetes bremsen, bevor Symptome beginnen?
Eine neue Therapie könnte den Ausbruch von Typ-1-Diabetes erstmals um Jahre verzögern. Am Herz- und Diabeteszentrum NRW wird dafür künftig der Wirkstoff Teplizumab eingesetzt. Das Medikament greift früh in den Autoimmunprozess ein und soll die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse länger schützen. Studien zeigen: Bei Menschen im Frühstadium der Erkrankung kann sich der Beginn von Symptomen durchschnittlich um bis zu zwei Jahre verschieben. Entscheidend ist dabei eine möglichst frühe Diagnose – noch bevor klassische Beschwerden auftreten. Fachleute sprechen von einem wichtigen Fortschritt: Erstmals steht in Deutschland eine Therapie zur Verfügung, die nicht nur behandelt, sondern den Krankheitsverlauf aktiv verzögern kann.
🔗 Weiterlesen auf den Seiten des HDZ NRW
2️⃣ ⚓️ MS Wissenschaft startet Tour zur „Medizin der Zukunft“ 🚢 🩺
Wie könnte Medizin in Zukunft aussehen? Antworten darauf gibt die neue Ausstellung der MS Wissenschaft, die zwischen Mai und September durch Deutschland, Polen und Österreich tourt. An Bord des mehr als 100 Meter langen Ausstellungsschiffs können Besucherinnen und Besucher selbst aktiv werden: etwa als „Chirurg“ an einem künstlichen Modell, beim virtuellen Kampf gegen Krebszellen oder bei interaktiven Gesundheitsexperimenten. Auch der eigene Herzschlag lässt sich per Kamera messen, während andere Stationen spielerisch zeigen, wie Diagnostik und Therapien künftig funktionieren könnten.
Die rund 30 Exponate stammen von Forschungseinrichtungen aus ganz Deutschland und sollen Wissenschaft greifbar machen – besonders für Kinder und Jugendliche. Die schwimmende Ausstellung macht bis September in insgesamt rund 36 Städten Halt.

📅 Wann: bis September 2026
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