đ 8/2026
Der ĂŒberraschende Effekt des Partnerdufts · Public Health Index: PrĂ€vention stĂ€rken · Persönlichkeitsentwicklung lĂ€Ăt sich formen - auch im Alter · Gehirn von MĂ€nnern und Frauen altert unterschiedlich · KI soll gefĂ€lschte Krebsstudien erkennen ·I n eigener Sache : Neue stern-Ărzteliste
đ 5 weekly picks
1 đ đ„ đŹNeue Studie zeigt: Der ĂŒberraschende Effekt des Partnerdufts đźâđšđ
Manchmal reichen winzige Reize, um unseren Körper in Bewegung zu setzen â ein Blick, eine BerĂŒhrung oder ein vertrauter Duft. In vielen Beziehungen gilt der Geruch der geliebten Person als beruhigend und vertraut. Doch was passiert, wenn dieser Duft uns erreicht, ohne dass wir ihn bewusst wahrnehmen? Und wie reagiert unser Körper darauf, wenn er in einer stressigen Situation auftaucht?
Genau das hat ein Forschungsteam der UniversitĂ€t Freiburg untersucht â mit einem Ergebnis, das gĂ€ngigen Annahmen widerspricht: In einem streng kontrollierten Laborexperiment setzten die Forschenden 179 Personen einem psychosozialen Stresstest aus und prĂ€sentierten ihnen dabei entweder den natĂŒrlichen Körpergeruch ihrer Partner:innen oder einen neutralen Duft, jeweils unterhalb der bewussten Wahrnehmungsschwelle. Das Resultat: Der Partner:innenduft verstĂ€rkte sowohl das subjektive Stressempfinden als auch die Herzfrequenz, besonders dann, wenn der Geruch als attraktiv bewertet wurde. Das Stresshormon Cortisol blieb hingegen unverĂ€ndert.
Die Forschenden hatten ursprĂŒnglich erwartet, dass der vertraute Duft beruhigend wirkt â Ă€hnlich wie körperliche NĂ€he. Stattdessen deuten die Daten auf NervositĂ€t, Aufregung oder eine mögliche Fehlinterpretation sexueller Erregung hin. Alternativ könnte ein evolutionĂ€rer Mechanismus greifen: In herausfordernden Situationen könnte erhöhte Wachsamkeit sinnvoll sein, wenn die Bezugsperson in der NĂ€he ist. Die Studie, veröffentlicht in Scientific Reports, zeigt folglich: Der Duft der Liebe könnte mehr Herzklopfen auslösen, als uns bewusst ist.
đ Weiterlesen auf den Seiten der UniversitĂ€t Freiburg
Spengler, F.B., Doerflinger, J.T., Noel, J.A. et al. Smelling the romantic partnerâs natural body odor increases psychological and autonomic but not cortisol stress responses. Sci Rep 16, 1760 (2026).
https://doi.org/10.1038/s41598-025-27639-w
2 đ đ©đȘđââïž PrĂ€vention statt Reparatur â Deutschlands Gesundheitskurs neu ausrichten đââïžđđââïž
Das neue Editorial der Sports Orthopaedics and Traumatology SOT 2/2026 zeichnet ein deutliches Bild: Trotz Gesundheitsausgaben von ĂŒber 500 Milliarden Euro pro Jahr liegt die Lebenserwartung in Deutschland weiterhin unter dem EUâDurchschnitt. Der Grund sei nicht die medizinische Versorgung, sondern ein strukturelles Defizit an PrĂ€vention. Rund 80 Prozent der behandelten Krankheiten gelten als vermeidbare Zivilisationskrankheiten.
Wie groĂ die LĂŒcke ist, zeigt der erstmals 2025 veröffentlichte Public Health Index von AOKâBundesverband und DKFZ. Deutschland landet darin auf Rang 17 von 18 LĂ€ndern â weit hinter Staaten wie Finnland, Norwegen oder Frankreich, die verbindliche Standards fĂŒr ErnĂ€hrung, Bewegung und SuchtprĂ€vention umgesetzt haben.
Auch internationale Daten zeichnen ein kritisches Bild: Nur rund 26 bis 29 Prozent der Erwachsenen erfĂŒllen die WHOâEmpfehlung von 150 Minuten Bewegung pro Woche. Im UNICEFâKinderwohlâIndex liegt Deutschland nur im unteren Mittelfeld; Ăbergewicht, mentale Belastungen und soziale Ungleichheit bleiben ungelöst.
Das Editorial fordert daher einen grundlegenden Kurswechsel: mehr PrĂ€vention, tĂ€glicher qualifizierter Sportunterricht, ein Schulfach âGesundheitâ, bessere BewegungsrĂ€ume, höhere Steuern auf Tabak, Alkohol und Zucker sowie gezielte UnterstĂŒtzung benachteiligter Kinder.
Die potenziellen Effekte wĂ€ren enorm â von besserer mentaler Gesundheit ĂŒber sinkende Gesundheitskosten bis hin zu weniger Demenzerkrankungen. Voraussetzung sei jedoch ein parteiĂŒbergreifender politischer Wille. Eine nationale Bewegung, etwa im Rahmen einer Olympiabewerbung unter dem Motto âDeutschland wieder fit machenâ, könne diesen Wandel beschleunigen. Die Expert:innen fordern einen Paradigmenwechsel: Eine nationale Bewegung unter dem Motto âDeutschland wieder fit machenâ könnte diesen Wandel sichtbar machen und politisch vorantreiben.
3 đ đ§ âš Persönlichkeitsentwicklung bleibt formbar â auch im höheren Alter đ§ đ
JĂŒngere wie Ă€ltere Erwachsene sind gleichermaĂen in der Lage, sich neue sozioâemotionale Verhaltensweisen anzueignen. Das zeigt eine neue Studie der psychologischen Alternsforschung unter Leitung von Professor Cornelia Wrzus (UniversitĂ€t Heidelberg) und Professor Corina AguilarâRaab (UniversitĂ€t Mannheim). Die Forschenden untersuchten, wie Menschen unterschiedlicher Altersgruppen lernen, besser mit Stress und herausfordernden sozialen Situationen umzugehen.
FĂŒr die Studie absolvierten 165 Teilnehmende zwischen 20 und 80 Jahren ein achtwöchiges Training mit wöchentlichen Sitzungen und alltagsnahen Aufgaben. Erfasst wurden VerĂ€nderungen in âEmotionaler StabilitĂ€tâ und âExtraversionâ â vor, wĂ€hrend und bis zu einem Jahr nach Abschluss des Programms. Die Ergebnisse zeigen: Beide Altersgruppen profitierten in Ă€hnlichem AusmaĂ. Besonders bemerkenswert ist, dass Ă€ltere Erwachsene trotz altersbedingter LernhĂŒrden vergleichbare Fortschritte erzielten. Eine mögliche ErklĂ€rung liefert das Engagement: Ăltere Teilnehmende beschĂ€ftigten sich intensiver mit den Trainingsmaterialien.
Die Forschenden betonen, dass die Resultate dem Sprichwort âWas HĂ€nschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehrâ widersprechen. Motivation und strukturierte Anleitung ermöglichen auch im höheren Alter VerĂ€nderung und Weiterentwicklung.Die Studie entstand in Kooperation mit Teams aus Heidelberg, Mannheim, Hamburg und ZĂŒrich und wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. Die Ergebnisse erschienen in Communications Psychology.
đ Weiterlesen auf den Seiten der UniversitĂ€t Mannheim
KĂŒchler, G., Borgdorf, K.S.A., Aguilar-Raab, C. et al. Personality intervention affects emotional stability and extraversion similarly in older and younger adults. Commun Psychol 3, 171 (2025).
https://doi.org/10.1038/s44271-025-00350-2
4 đ đ§Źâïž Forschungsergebnis: Hirnalterung verlĂ€uft geschlechtsspezifisch đ§Șđ
Eine internationale Forschungsgruppe zeigt, dass sich das Gehirn von MĂ€nnern und Frauen im Alter unterschiedlich verĂ€ndert. MĂ€nner verlieren ĂŒber die Lebensspanne hinweg in deutlich mehr Hirnregionen Substanz als Frauen. Die normale Hirnalterung liefert damit keine ErklĂ€rung fĂŒr die höhere AlzheimerprĂ€valenz bei Frauen. Die Ergebnisse wurden in den Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht.
FĂŒr die Analyse werteten die Forschenden mehr als 10.000 MRTâAufnahmen von 2.181 MĂ€nnern und 2.545 Frauen im Alter von 17 bis 95 Jahren aus. Alle Teilnehmenden waren kognitiv unauffĂ€llig und wurden im Schnitt ĂŒber 3,3 Jahre mehrfach untersucht. MĂ€nner zeigten stĂ€rkere RĂŒckgĂ€nge der kortikalen Dicke in Regionen wie Cuneus, Lingualâ und Parahippocampalregion sowie der OberflĂ€che in Fusiformâ und Postzentralarealen. In höherem Alter traten zudem stĂ€rkere Verluste in subkortikalen Strukturen wie Putamen, Pallidum und Caudatus auf.
Frauen wiesen nur in wenigen Bereichen stĂ€rkere VerĂ€nderungen auf â insbesondere eine gröĂere Ventrikelerweiterung und eine reduzierte OberflĂ€che im oberen Temporalsulcus. Der Hippocampus, zentral fĂŒr GedĂ€chtnisprozesse, zeigte keine geschlechtsspezifischen Unterschiede. Die Forschenden betonen, dass andere Faktoren â etwa hormonelle, genetische oder soziale EinflĂŒsse â die höheren Alzheimerzahlen bei Frauen erklĂ€ren mĂŒssen.
đ Weiterlesen auf den Seiten des Ărzteblatts
A. Ravndal, A.M. Fjell, D. Vidal-Piñeiro, Ă. SĂžrensen, E.S. Falch, J. Kropiunig, P.F. Garrido, J.M. Roe, J. Alatorre-Warren, M.H. Sneve, D. BartrĂ©s-Faz, A. Pascual-Leone, A.M. Brandmaier, S. DĂŒzel, S. KĂŒhn, U. Lindenberger, L. Nyberg, L.O. Watne, R.N. Henson, for the Australian Imaging Biomarkers and Lifestyle flagship study of ageing (AIBL), the Alzheimerâs Disease Neuroimaging Initiative (ADNI), K.B. Walhovd, & H. Grydeland, Sex differences in healthy brain aging are unlikely to explain higher Alzheimerâs disease prevalence in women, Proc. Natl. Acad. Sci. U.S.A. 122 (42) e2510486122,
https://doi.org/10.1073/pnas.2510486122
5 đ đđ§Ź KI soll gefĂ€lschte Krebsstudien erkennen â neue Analyse zeigt AusmaĂ des Problems
GefĂ€lschte wissenschaftliche Arbeiten stellen die Krebsforschung zunehmend vor Herausforderungen. Eine Forschungsgruppe der Queensland University of Technology in Australien hat nun ein KIâModell entwickelt, das anhand sprachlicher Muster bereits in Titeln und Abstracts Hinweise auf mögliche FĂ€lschungen erkennen kann. Grundlage sind frĂŒhere Erkenntnisse, wonach sogenannte PaperâMillâTexte eine geringere sprachliche Vielfalt aufweisen und stark auf Vorlagen beruhen.
Paper Mills produzieren gegen Bezahlung komplette Forschungstexte, um Publikationslisten kĂŒnstlich aufzuwerten. Laut Nature wiesen 2022 rund drei Prozent der biomedizinischen Publikationen deutliche Ăhnlichkeiten zu solchen Texten auf â in der molekularen Krebsforschung dĂŒrfte der Anteil noch höher liegen. FĂŒr das neue Modell nutzte das Team 2.202 nachweislich gefĂ€lschte Studien aus der RetractionâWatchâDatenbank sowie eine gleich groĂe Kontrollgruppe echter Artikel. Trainiert wurde ausschlieĂlich mit Titeln und Abstracts, um Paywalls zu umgehen und internationale Sprachvarianten zu berĂŒcksichtigen.
Getestet wurde die KI anschlieĂend an 2,6 Millionen PubMedâArtikeln aus den Jahren 1999 bis 2024. Ergebnis: Rund 261.000 Texte â knapp zehn Prozent â wurden als verdĂ€chtig eingestuft. Besonders hĂ€ufig betroffen waren Arbeiten aus China, Iran und SaudiâArabien sowie Studien zu Magenâ, Knochenâ und Leberkrebs.
Die Forschenden betonen jedoch, dass das Modell weiterentwickelt werden muss. Es erkennt nur PaperâMillâTypen, mit denen es trainiert wurde, und könnte sprachliche Besonderheiten bestimmter LĂ€nder fĂ€lschlich als Hinweis auf Manipulation werten. Auch bleibt unklar, ob markierte Artikel tatsĂ€chlich gefĂ€lscht sind oder lediglich Ă€hnliche Strukturen aufweisen.
đ Weiterlesen auf den Seiten von QT und Forschung & Lehre
Scancar B, Byrne J A, Causeur D, Barnett A G. Machine learning based screening of potential paper mill publications in cancer research: methodological and cross sectional study BMJ 2026; 392 :e087581
doi:10.1136/bmj-2025-087581
PLUS âŠ
đIn eigener Sache : Neue stern-Ărzteliste veröffentlicht đ„đ
Am Donnerstag ist die neue Ausgabe der sternâĂrzteliste âGute Ărzte fĂŒr michâ erschienen â ein Sonderheft, das erneut auf der bewĂ€hrten Recherchearbeit von MINQ basiert. Bereits zum vierten Mal in Folge prĂ€sentiert der stern die bundesweite Liste der 3700 ausgezeichneten Ărztinnen und Ărzte aus 100 Fachbereichen. Insgesamt sind mehr als 4000 Empfehlungen in die aktuelle Ausgabe enthalten.
Die Ărzteliste bietet Patientinnen und Patienten einen fundierten Ăberblick ĂŒber medizinische Spezialist:innen in Deutschland â von Allergologie bis WirbelsĂ€ulenchirurgie, von Hautkrebs bis GefĂ€Ămedizin. Sie zeigt, wo Fachwissen, Engagement und exzellente Versorgung zusammentreffen. Die Auswahl folgt der strengen MINQâMethodik, die ĂŒber Jahrzehnte verfeinert wurde und auf unabhĂ€ngiger Recherche, ExperteneinschĂ€tzungen und qualitativen Kriterien beruht. Die Veröffentlichung im stern wĂŒrdigt nicht nur die herausragenden Leistungen der gelisteten Mediziner:innen, sondern dient auch als wertvolle Orientierungshilfe fĂŒr alle, die kompetente Ă€rztliche UnterstĂŒtzung suchen.
đŹ Ăber unseren Tellerrand
1ïžâŁ đđž Gefiederte Eleganz: Wenn HĂŒhner zu Supermodels werden đ§Ąđđž

Mal was anderes... Was als unscheinbarer Besuch auf einer GeflĂŒgelschau begann, wurde fĂŒr den italienischen Fotografen Matteo Tranchellini zum Wendepunkt. Zwischen all den Tieren entdeckte er das CochinâZwerghuhn Jessica â eine Begegnung, die ihn nicht nur zum HĂŒhnerhalter machte, sondern den Startschuss fĂŒr ein auĂergewöhnliches Fotoprojekt gab. Gemeinsam mit seinem Kollegen Moreno Monti tauchte er tief in die Welt der HĂŒhnerfotografie ein.
Schon auf der Ausstellung entstanden die ersten Bilder â Aufnahmen, die zufĂ€llig den Grundstein fĂŒr das Projekt CHICKEN legten. RĂŒckblickend staunten die Fotografen vor allem ĂŒber eines: âDie HĂŒhner verhielten sich vor der Kamera wie echte Profis.â Manche Henne, so sagen sie, habe mehr Charme als ein menschliches Model.
Ganz abwegig ist das nicht: Das Wort kokettieren stammt vom französischen coq, also Hahn. Und weil HĂŒhner nicht schief lĂ€cheln können, bleibt ihre Mimik stets perfekt kontrolliert. Dazu kommen ihre wachsamen Augen â oft fixieren sie ein Motiv erst mit dem einen, dann mit dem anderen Auge und verharren dabei wie eingefroren. Im Rahmen des Projekts entstanden bereits 2020 ĂŒber 200 PortrĂ€ts von rund 100 HĂŒhnerrassen. Ein ĂŒberraschend eleganter Blick auf Tiere, die man selten als Fotostars wahrnimmt â und ein Projekt, das zeigt, wie viel Persönlichkeit in einem einzigen Federtier stecken kann.
đ Weiterschauen und lesen auf den Seiten von Geo
2ïžâŁ đ¶âł UnterschĂ€tzte Lebenszeit, ĂŒberschĂ€tztes Risiko đ”đžâ ïž
Bundestag und Bundesrat beraten derzeit das Altersvorsorgereformgesetz, das BĂŒrger:innen kĂŒnftig die Wahl zwischen einer lebenslangen Rente und einem zeitlich befristeten Entnahmeplan bis mindestens 85 Jahren ermöglichen soll. Eine neue Studie der Fachhochschule Dortmund zeigt jedoch, dass viele Menschen ihre Lebenserwartung deutlich unterschĂ€tzen â und dadurch hĂ€ufiger zur vermeintlich attraktiveren Zeitrente greifen.
Mit der Reform soll die private Altersvorsorge flexibler und transparenter werden. Der bisherige Zwang zur Verrentung entfĂ€llt, Anbieter dĂŒrfen kĂŒnftig reine Zeitrenten anbieten. Doch laut Studie unterschĂ€tzen 49 Prozent der Befragten ihre Lebenserwartung â im Schnitt um 9,5 Jahre. Entsprechend entschieden sich 73 Prozent dieser Gruppe fĂŒr die Zeitrente, obwohl sie ein hohes Risiko trĂ€gt, im hohen Alter nicht mehr auszureichen.
Das Experiment mit 1.541 reprĂ€sentativ ausgewĂ€hlten Teilnehmenden zeigt zudem: Je gröĂer der Abstand zwischen Zeitrente und Leibrente, desto stĂ€rker verschiebt sich die Wahl zugunsten der zeitlich befristeten Auszahlung. Die Forschenden warnen daher vor einem âEnttĂ€uschungsrisikoâ, wenn Menschen das Ende ihrer Rentenphase falsch einschĂ€tzen.
Die Autoren plĂ€dieren dafĂŒr, das Mindestalter fĂŒr Zeitrenten auf 95 Jahre anzuheben und die Beratungspflichten zu stĂ€rken, um FehleinschĂ€tzungen und spĂ€tere finanzielle Belastungen zu vermeiden.
đ Weiterlesen auf den Seiten der FH Dortmund
Matthias Beenken, Lukas Linnenbrink, Altersvorsorgereformgesetz: Zeitrente versus Leibrente
https://doi.org/10.26205/opus-3982
đŹ In unserer Mailbox
1ïžâŁ đ đ§ Kurswechsel an der Medizinischen FakultĂ€t: TĂŒbingen beruft erstmals Dekanin đ
Ein historischer Wechsel an der UniversitĂ€t TĂŒbingen: Erstmals in ihrer fast 550âjĂ€hrigen Geschichte ĂŒbernimmt mit Professor Sara Y. Brucker eine ausgewiesene Expertin fĂŒr operative GynĂ€kologie und langjĂ€hrige MINQâSpezialistin die Leitung der Medizinischen FakultĂ€t. Die Ărztliche Direktorin der UniversitĂ€tsâFrauenklinik folgt auf Prof. Dr. Bernd Pichler, der die FakultĂ€t seit 2020 geprĂ€gt und durch die Pandemie gefĂŒhrt hat. Brucker gilt als treibende Kraft in der Weiterentwicklung der Brustkrebsmedizin und hat mit Uterustransplantationen international MaĂstĂ€be gesetzt. Als neue Dekanin möchte sie die interdisziplinĂ€re Zusammenarbeit stĂ€rken, den Forschungsstandort weiter ausbauen und digitale sowie KIâbasierte Innovationen strategisch vorantreiben. Brucker wurde 2025 mit dem Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.
đ Zur Meldung des UK TĂŒbingen
đŁ AnkĂŒndigungen
1ïžâŁ đ Auftakt zur 55. DGTHG-Jahrestagung: Herzchirurgie im Fokus
Der 55. Kongress der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Thorax-, Herz- und GefĂ€Ăchirurgie e.V (DGTHG) unter der Leitung des MINQ-Spezialisten Professor Dr. Christian Hagl (Herzchirurgische Klinik und Poliklinik, LMU Klinikum) rĂŒckt die aktuellen Brennpunkte der Thoraxâ, Herzâ und GefĂ€Ăchirurgie in den Mittelpunkt und nutzt das neue ConfexâKongresszentrum als moderne Plattform fĂŒr Austausch und Innovation. Unter dem Motto âHotspot in der Herzmedizinâ werden medizinische, logistische und ethische Herausforderungen beleuchtet, die das Fachgebiet prĂ€gen.
Im Zentrum stehen chirurgische Kernkompetenzen, wissenschaftliche Entwicklungen und die Förderung des Nachwuchses â von klinischer Expertise bis zur akademischen Ausbildung im Labor. InterdisziplinĂ€re Perspektiven sollen helfen, Problemfelder klar zu benennen und neue Lösungswege zu entwickeln. Begleitende Seminare fĂŒr Kardiotechnik, Perfusion und Pflege erweitern das Programm; Gastland ist in diesem Jahr Brasilien. Der Kongress lĂ€dt dazu ein, die âHotspotsâ der Gegenwart zu analysieren, Chancen zu erkennen und gemeinsam Zukunftsstrategien zu gestalten.
đ Zu Kongress-Homepage und Wissenschaftlichem Programm
đ Wann: 21. bis 22. Februar 2026
đ Wo: Koelnmesse Confex, Koelnmesse Halle 1, 50679 Köln
2ïžâŁ âïžđ Sportmedizin im Zeichen des olympischen Geistes đïžđ„
Kurz nach den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina dâAmpezzo lĂ€dt das 28. ArnoâArnoldâSymposium nach Oberhof ein. Die Veranstaltung möchte den olympischen Geist â geprĂ€gt von Fairness, Austausch und gemeinsamer Weiterentwicklung â in die sportmedizinische Diskussion ĂŒbertragen. Ende Februar trifft sich die Fachwelt daher im âLottoâThĂŒringenâHausâ an der Rodelbahn, um aktuelle Themen der Sportmedizin und Sporttraumatologie zu beleuchten.
Im Fokus stehen Fragen, wie Breitenâ und Leistungssport bestmöglich unterstĂŒtzt werden können, welche Rolle Bewegung fĂŒr die Gesundheitsförderung spielt und wie Risiken im Trainingsâ und Wettkampfalltag reduziert werden können. Der thematische Bogen reicht von Kindersportmedizin (z.B. Adipositas im Kindesalter) ĂŒber PrĂ€vention und DopingprĂ€vention bis hin zu ErnĂ€hrung, Akutversorgung, Sportverletzungen und ReturnâtoâPlayâKonzepten.
Neben orthopĂ€dischâunfallchirurgischen Schwerpunkten werden auch internistische Aspekte wie der plötzliche Herztod adressiert. ErgĂ€nzend rĂŒcken sportmedizinische Randthemen in den Blick, die zunehmend an Bedeutung gewinnen. Workshops zu Yoga, TapeâTechniken sowie sportliche AktivitĂ€ten wie Skilanglauf und MountainbikeâTouren runden das Programm ab und verbinden Theorie und Praxis auf inspirierende Weise.
đ Weitere Informationen zur Tagung
đ Zum Programm-Flyer
đ Wann: 27. Februar bis 1. MĂ€rz 2026
đ Wo: LOTTO ThĂŒringen Haus, Alte Ohrdrufer Str. 10, 98559 Oberhof
đ€ IchalsPatient:in
1ïžâŁ đ€đ©ș Gesundheitswissen per Klick â KI ĂŒberholt Foren & Social Media đ©șđ
Die Informationssuche zu Krankheiten im Internet ist in Deutschland weit verbreitet. Das zeigt eine neue ForsaâUmfrage im Auftrag der KaufmĂ€nnischen Krankenkasse KKH, fĂŒr die im Dezember 2025 rund 1.000 Personen zwischen 16 und 70 Jahren befragt wurden. Demnach haben 91 Prozent der Deutschen bereits online zu Symptomen, KrankheitsverlĂ€ufen oder Behandlungen recherchiert.
Am hĂ€ufigsten nutzen sie Suchmaschinen wie Google (77 Prozent), gefolgt von Webseiten von Kliniken und Krankenkassen (69 Prozent) sowie Gesundheitsportalen und Apps (52 Prozent). KIâTools wie ChatGPT liegen mit 38 Prozent bereits auf Platz vier â und damit vor SelbsthilfeâForen und Social Media. 79 Prozent der Befragten empfanden ihre letzte OnlineâRecherche als hilfreich, 15 Prozent dagegen als verunsichernd. Viele sehen einen konkreten Nutzen: 79 Prozent berichten, Krankheiten dadurch besser zu verstehen. 23 Prozent gaben an, sich selbst helfen und einen Arztbesuch vermeiden zu können â besonders hĂ€ufig jĂŒngere Nutzer. 13 Prozent glauben sogar, ihrem Arzt durch OnlineâInformationen bei der Diagnose geholfen zu haben, ebenso viele stellten sich selbst eine Diagnose. Nur neun Prozent fanden die Informationen nicht hilfreich. Die Ergebnisse zeigen: KIâgestĂŒtzte Tools haben sich in der Gesundheitsinformation fest etabliert â und werden vor allem von jĂŒngeren Nutzergruppen aktiv eingesetzt.
đ Weiterlesen auf den Seiten von Healthcaremarketing
2ïžâŁ đ„ ErnĂ€hrung & Autoimmunerkrankungen: UKW lĂ€dt zum Aktionstag einđŹđœïžđ§Ź
Zum Tag der gesunden ErnĂ€hrung rĂŒckt das Uniklinikum WĂŒrzburg die Rolle der ErnĂ€hrung bei Autoimmunerkrankungen in den Mittelpunkt. Auf einer InfoflĂ€che im Zentrum fĂŒr Innere Medizin zeigen DiĂ€tassistentinnen und Ăkotrophologinnen am 5. MĂ€rz 2026, wie ErnĂ€hrung EntzĂŒndungsprozesse beeinflussen kann â wissenschaftlich fundiert und praxisnah.
Hintergrund: Rund neun Prozent der Bevölkerung leben mit Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto, Psoriasis, Rheumatoider Arthritis, Typâ1âDiabetes oder Morbus Crohn. Eine entzĂŒndungshemmende ErnĂ€hrung kann Symptome lindern, das Immunsystem stabilisieren und das Wohlbefinden verbessern â bei Zöliakie ist sie sogar zwingend notwendig. Das UKW möchte mit der Aktion Wissen vermitteln, Orientierung geben und zeigen, wie ErnĂ€hrung ein wichtiger Baustein der ganzheitlichen Behandlung sein kann.
đ Weiterlesen auf den Seiten des UK WĂŒrzburg
đ Wann: 5. MĂ€rz 2026, 10 bis 16 Uhr
đ Wo: Zentrum fĂŒr Innere Medizin (ZIM), Haus A3/A4, OberdĂŒrrbacher Str. 6, 97080 WĂŒrzburg
MINQ's weekly picks Newsletter
Melden Sie sich kostenlos an, um die neuesten Updates in Ihrem Posteingang zu erhalten