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­čŚ× 51/2023

F├╝rsorgliche Ratschl├Ąge zu Weihnachten ┬Ě Die verborgenen Leiden von asylsuchenden Menschen ┬Ě Gesund leben lohnt sich wirklich

Karl-Richard Eberle
Karl-Richard Eberle

Beste Weihnachtsw├╝nsche von uns allen

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Das Redaktionsteam der ­čôî Weekly picks w├╝nscht allen ein frohes Weihnachtsfest und bezaubernde ­čĺź und erholsame Weihnachtsfeiertage.
Wir bedanken uns f├╝r Ihr Interesse und Ihre Anregungen!

Mit einem herzlichen Weihnachtsgru├č!

­čôî 5 weekly picks

1 ­čôî F├╝rsorgliche weihnachtliche Ratschl├Ąge aus dem Breisgau

In einer vorweihnachtlichen Meldung weist die Universit├Ąt Freiburg auf die besondere Risikolage an den kommenden Festtagen hin. Wir fassen zusammen:

Die Weihnachtszeit ist f├╝r viele eine Zeit der Freude, doch bringt sie auch gewisse Gesundheitsrisiken mit sich. So ist die Gefahr f├╝r einen Herzinfarkt am Heiligen Abend im gesamten Jahr am h├Âchsten, wie d├Ąnische Forscher*innen vor wenigen Jahren in einer Studie zeigten.
ÔÇ×An Weihnachten kommen oft viele Risikofaktoren f├╝r einen Herzinfarkt zusammen: Stress oder gro├če Freude, schweres Essen, wenig Bewegung und ├╝berm├Ą├čiger AlkoholkonsumÔÇť

sagt Prof. Dr. Dirk Westermann, ├ärztlicher Direktor der Klinik f├╝r Kardiologie und Angiologie des Universit├Ątsklinikums Freiburg.

"Die Weihnachtszeit kann auch eine Herausforderung f├╝r das seelische Wohlbefinden sein. F├╝r die einen bedeutet sie Stress, f├╝r andere Einsamkeit. Wenn der Stress zu gro├č wird, sollten sich die Betroffenen fragen: Was muss sein, was kann ich weglassen, was k├Ânnen andere tun? Gleichzeitig leiden Menschen an den festlichen Tagen besonders an Einsamkeit und leichten Depressionen.ÔÇť

MINQ-Spezialist Prof. Dr. Claas Lahmann, ├ärztlicher Direktor der Klinik f├╝r Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Zur Pressemitteilung der Universit├Ąt Freiburg

2 ­čôî Im Blickpunkt: Die verborgenen Leiden von asylsuchenden Menschen

Eine Meldung in der Vorweihnachtszeit von dem Recherchenetzwerk Correctiv lie├č uns besonders aufhorchen: Rund eine Million Asylsuchende in Deutschland leiden laut einer Untersuchung unter posttraumatischen Belastungsst├Ârungen oder Depressionen. Forschungsergebnisse u.a. der Universit├Ąten Mannheim und Bielefeld zeigten demnach, dass 30 Prozent der Schutzsuchenden im Land an posttraumatischen Belastungsst├Ârungen und 40 Prozent an Depressionen erkrankt seien.

Mindestens jeder dritte Asylsuchende ist seelisch erkrankt. Nur ein Bruchteil erh├Ąlt jedoch Therapie. Gefl├╝chtete mit unbehandelten psychischen St├Ârungen k├Ânnen zur Gefahr f├╝r sich selbst und manchmal auch f├╝r andere werden.

Zum Bericht von Correctiv

Die Erkenntnisse sind allerdings nicht wirklich neu. Eine Studie kam bereits 2006 zu dem Ergebnis:

Die Posttraumatische Belastungsst├Ârung tritt bei Asylbewerbern in Deutschland deutlich h├Ąufiger auf als bisher angenommen.

3 ­čôî Anlass zur Zuversicht: Gesund leben lohnt sich in jedem Fall!

Menschen, die Empfehlungen zur Krebspr├Ąvention des World Cancer Research Fund (WCRF) beherzigen, leben l├Ąnger. Diese erfreuliche Tatsache trifft auch auf diejenigen Menschen zu, bei denen bereits eine Krebserkrankung diagnostiziert wurde. Wissenschaftler:innen vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und vom Universit├Ątsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) haben gezeigt, dass Brustkrebspatientinnen ebenso wie nicht erkrankte Frauen gleicherma├čen von einem gesunden Lebensstil profitieren. In fr├╝heren Untersuchungen war beobachtet worden, dass sich Frauen direkt nach einer Brustkrebsdiagnose zwar kurzzeitig mehr an die Pr├Ąventionsempfehlungen hielten, dieser Effekt aber nicht lange anhielt.

ÔÇ×Eine noch intensivere Aufkl├Ąrung und Beratung der Frauen w├Ąhrend der Tumor-Nachsorge k├Ânnte die Betroffenen davon ├╝berzeugen, dass sie auch nach einer Brustkrebsdiagnose von einem gesunden Lebensstil profitieren k├Ânnen."

Seniorautorin Jenny Chang-Claude

Zur Originalstudie

Zur Mitteilung des DKFZ

Cancer Prevention Recommendations - WCRF International
Learn more about the science behind our recommendations for preventing cancer and reducing cancer risk, covering weight, exercise, healthy diet, alcohol and vitamin supplements

Deutsche Kurzfassung der WCRF-Empfehlungen

4 ­čôî Dank KI Patient:innen mit Herzschw├Ąche besser versorgen

Ein gemeinsames Projekt der Medizinischen Fakult├Ąt Heidelberg und der Universit├Ątsmedizin Mainz setzt auf K├╝nstliche Intelligenz (KI), um  individualisierte Therapien f├╝r Betroffene mit Herzschw├Ąche.

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Die Patientengruppe, um die es im Projekt geht, leidet an einer h├Ąufigen Form der chronischen Herzschw├Ąche, bei der die linke Herzkammer zunehmend versteift, aber noch ausreichende Mengen Blut aussto├čen kann (erhaltene Ejektionsfraktion). Unbehandelt kann dies langfristig zu Herzversagen f├╝hren. Derzeit gibt es keine einheitlichen medikament├Âsen oder operativen Therapien, die die Ver├Ąnderungen des Herzmuskels r├╝ckg├Ąngig machen und die Prognose der Betroffenen verbessern k├Ânnen.

Die Wissenschaftler:innen wollen eine KI mit den umfassenden Gesundheitsdaten von mehreren tausend Patient:innen mit Herzschw├Ąche trainieren, um bisher verborgene Zusammenh├Ąnge zu erkennen und in personalisierte Therapieempfehlungen einflie├čen zu lassen. Als konkretes Anwendungsbeispiel f├╝r eine KI-gest├╝tzte Therapieempfehlung soll eine Bewegungstherapie-Studie angeboten werden, bei der die Teilnehmenden in ihrem Training von einem individuell angepassten Exoskelett unterst├╝tzt werden.

Die Studie wird von der Carl-Zeiss-Stiftung mit f├╝nf Millionen Euro unterst├╝tzt.

Zur gemeinsamen Pressemitteilung des Universit├Ątsklinikums Heidelberg und der Universit├Ątsmedizin Mainz

5 ­čôî Roboter trainieren f├╝r den Einsatz auf Station

Das St. Franziskus-Hospital in M├╝nster experimentiert mit Servicerobotern auf einer daf├╝r ausgew├Ąhlten Station. Die Pflegekr├Ąfte sollen durch den Einsatz der programmierten Helfer entlastet werden. Die ersten Tests zu autonom fahrenden Ger├Ąten im klinischen Bereich wurden nun gemeinsam mit der FACT GmbH und dem Fraunhofer-Institut f├╝r Materialfluss und Logistik (IML) absolviert

"In den Servicerobotern sehen wir ein gro├čes Potential f├╝r verschiedene Eins├Ątze und damit Erleichterungen in unserem klinischen Arbeitsalltag."

Annika Wolter, Gesch├Ąftsf├╝hrerin des St. Franziskus-Hospitals

Besondere Hoffnung liegen in der entwickelten K├╝nstlichen Intelligenz (KI). Sie soll ├╝ber einen ÔÇ×Lifelong Training AlgorithmusÔÇť den Roboter optimieren und sukzessive seine Autonomie erh├Âhen. Das gemeinsame Forschungsprojekt wird vom Ministerium f├╝r Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen gef├Ârdert.

So k├Ânnten autonome Serviceroboter auf einer Krankenstation aussehen. Illu von MINQ, mit KI erstellt

­čĺČ ├ťber den Tellerrand

Ôťł´ŞĆ Hoffnungsschimmer oder Augenwischerei? ÔÇťMeilensteinflugÔÇŁ ├╝berquert den Atlantik

Eine Boeing 787 der Virgin Atlantic von Richard Branson ├╝berquerte als erstes gro├čes Verkehrsflugzeug den Atlantik mit nachhaltigem Flugtreibstoff. Die Maschine hob am Dienstag von London Heathrow mit 60 Tonnen kohlenstoffarmen Biokerosin ab; siebeneinhalb Stunden sp├Ąter landete das Flugzeug wohbehalten am John F. Kennedy International Airport.

Umweltsch├╝tzer kritisierten die Aktion allerdings als "Greenwashing". Biokerosin werde aus altem Speise├Âl, Hackschnitzeln oder auch Algen hergestellt. Bio-Reststoffe seien nicht in ausreichender Menge vorhanden, um die Luftverkehrsemissionen entscheidend senken zu k├Ânnen.

Zur Meldung in Science.lu


­čĆć MINQs Choice

Nach mehr als 25 Jahren aktiver Recherche und Erstellung der ├ärztelisten, die seit 1997 regelm├Ą├čig in der Zeitschrift FOCUS publiziert wurden und seit 2022 im Magazin stern erscheinen, haben wir uns entschlossen, unter dieser Rubrik gewisserma├čen in eigener Sache jede Woche auf 3 besondere Mediziner:innen zu verweisen.

­čĆć Priv.-Doz. Dr. med. Klaus Schmidt

­čĹë  Empfohlen f├╝r Orthop├Ądische Rheumatologie

­čĆą Kath. Krankenhaus Dortmund-West

Klinik f├╝r Orthop├Ądie,Rheumaorthop├Ądie und Unfallchirurgie

­čôŹ 44379 Dortmund


­čĆć Prof. Dr. med. Karl-Ludwig Schulte

­čĺÄ MINQ-Spezialist seit 2010

­čĹë Empfohlen f├╝r Angiologie - Schaufensterkrankheit

­čĆą  Gef├Ą├čzentrum Berlin

­čôŹ 14129 Berlin


­čĆć Dr. med. Jens-Joachim Br├╝cker

­čĹë Empfohlen f├╝r Psoriasis

­čĆą  Hautambulatorium Magdeburg

­čôŹ 39104 Magdeburg


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