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🗞 42/2023

Solidarität mit Israel ¡ Ungewollte Kinderlosigkeit ¡ KI-Forschung bei Gehirntumoren ¡ Top-Arbeitgeber fßr Pfleger:innen

Karl-Richard Eberle
Karl-Richard Eberle

📌 5 weekly picks

1 📌 Solidaritätsbekundungen mit Israel

Zahlreiche Medizinische Verbände und Krankenhäuser bekundeten in dieser Woche 2 nach den Anschlägen der Hamas ihre Solidarität mit Israel. “Die deutsche Ärzteschaft steht in Solidarität zu Ihnen, und das nicht nur in diesen dunklen Zeiten", heißt es in einer Stellungnahme der Bundesärztekammer. Ebenso solidarisierte sich der Medizinische Fakultätentag (MFT) und der Verband der Deutschen der Universitätsklinika (VUD) mit Israel.

Stellungnahme der Deutschen Hochschulmedizin zum terroristischen Angriff auf Israel / Statement of the German Academic Medicine on the terrorist attack on Israel

Wie die Ärztezeitung berichtet, ruft das israelische Gesundheitsministerium Freiwillige zur Mithilfe auf. Auf der Ministeriumswebsite kĂśnnen sich im Ausland zugelassene Ärzte und anderes Gesundheitspersonal in englischer Sprache registrieren lassen.

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"In light of the ongoing situation in Israel, the Israeli Ministry of Health is building a list of medical personnel from abroad to volunteer in Israel should the need arise. In the event of further strains on the health system, as well as in preparation for future natural or man-made disasters, we invite friends of Israel to add their names to our growing community of medical personnel who stand with Israel."

Quelle: Israeli Ministry of Health

2 📌 Ungewollte Kinderlosigkeit - Hilfen fĂźr Männer

Immer mehr Paare benÜtigen medizinische Hilfe, um ein Kind zu zeugen. In ßber der Hälfte der Fälle liegt die Ursache der Kinderlosigkeit beim Mann. Das wird in vielen Fällen nicht oder zu spät erkannt. Die Reproduktionsmedizin benÜtigt deshalb aus Sicht der Deutschen Gesellschaft fßr Andrologie (DGA) mehr Aufmerksamkeit:

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„Fertilitätsbehandlungen nehmen zu, da die Fruchtbarkeit durch sozio-ökonomische Faktoren, aber auch durch Umwelteinflüsse und angeborene Störungen negativ beeinflusst wird. Entsprechend mehr Aufmerksamkeit braucht die Reproduktionsmedizin in der Öffentlichkeit, in der Politik und in der Forschungsförderung“

Quelle: DGA-Präsidentin Prof. Dr. med. Sabine Kliesch

Im wissenschaftlichen Programm der diesjährigen DGA-Jahrestagung ging es denn um die bestmögliche Versorgung von Männern mit einer Fruchtbarkeitsstörung, die leitliniengerechte andrologische Abklärung bei ungewollter Kinderlosigkeit; dazu gehört auch die genetische Diagnostik einer Fruchtbarkeitsstörung, denn genetische Störungen sind der Grund für 10–20 Prozent der männlichen Unfruchtbarkeit.

Zur Website der DGA

📅  Vormerken: Die nächste Jahrestagung der DGA findet vom 14. – 16.11.2024 in KĂśln statt.

3 📌 Gute Pflege benĂśtigt gute Arbeitsbedingungen

Wer seinen Pflegemitarbeiter:innen gute Arbeitsbedingungen und eine angenehme Arbeitsatmosphäre bieten kann, punktet auch bei der Akquise von neuen Mitarbeiter:innen. Bei einem immer knapper werdenden Arbeitskräfteangebot entscheiden oft die besseren Konditionen, fßr welchen Arbeitgeber sich die Bewerber:innen letztendlich entscheiden.

Aus der aktuellen MINQ-Recherche, die Anfang Oktober im stern publiziert wurde, stellen wir hier in loser Folge einige Häuser vor, die mit guten Angeboten Anreize fßr neue Pflegekräfte bieten:

🏥 zum Beispiel: Universitätsklinikum Bonn

"Als Pflegekraft am UKB werden Sie nicht bloß gebraucht. Bei uns sind Sie jeden Tag gefordert. Denn hier ist High-End-Pflege Alltag und es gibt beste Weiterbildungsmöglichkeiten. Hier halten Teams selbst in großem Stress zusammen. Hier wissen ihre zukünftigen Chefs genau, für wen sie da sind – für Ihre Kollegen und Sie" (Quelle: UKB)

Qualität ⭐️ Arbeitsbedingungen ⭐️ Familie ⭐️⭐️ Finanzen ⭐️⭐️ Perspektiven ⭐️⭐️

🏥 zum Beispiel: Robert-Bosch-Krankenhaus Stuttgart:

"Die Gesundheits- und Krankenpflegekräfte am Robert-Bosch-Krankenhaus arbeiten im Interesse unserer Patienten eng mit Ärzten und Therapeuten zusammen. Auf der Basis der gemeinsamen Verantwortung für die uns anvertrauten Menschen wird auch die Leitung der Abteilungen von medizinischer und pflegerischer Seite zusammen wahrgenommen." (Quelle: RBK)

Qualität ⭐️⭐️ Arbeitsbedingungen ⭐️⭐️ Familie ⭐️⭐️ Finanzen ⭐️⭐️ Perspektiven ⭐️⭐️

"Die Pflege hat in unserem Krankenhaus die gleiche Bedeutung wie Medizin und Therapie. Unser Pflegepersonal arbeitet individuell, patientenorientiert und richtet sich nach aktuellen pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen." (Quelle: BBT)

Qualität ⭐️⭐️ Arbeitsbedingungen ⭐️⭐️ Familie ⭐️⭐️ Finanzen ⭐️⭐️ Perspektiven ⭐️⭐️

4 📌 FĂśrderung der KI-Forschung

Glioblastome sind aggressive Gehirntumoren, die sich durch einen hohen Grad an phänotypischer Heterogenität und Plastizität auszeichnen. Ihre Fähigkeit, in resistente Zellzustände ßberzugehen, lässt konventionelle Therapien oft ins Leere laufen. Diese Herausforderung wollen Forscher des Deutschen Krebsforschungszentrums, der TU Kaiserslautern und der Universität Heidelberg mithilfe von KI und Organoid-Tumormodellen erforschen.

Um einen Durchbruch bei der Behandlung von Hirntumoren zu erzielen, wollen die Forscher ein KI-gestßtztes Modell fßr das Zusammenspiel von Genaktivität und Therapieansprechen entwickeln. Ziel ist die Vorhersage der Wirkung von Medikamenten und die Optimierung personalisierter Therapien fßr Krebspatienten. Die Carl-Zeiss-Stiftung fÜrdert dieses Vorhaben mit fßnf Millionen Euro ßber sechs Jahre.

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Das Projekt „Artificial Intelligence for treating Cancer therapy Resistance (AI-Care)“, wird von Bernhard Radlwimmer, DKFZ, und von Naim Bajcinca, Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau, geleitet. Die Heidelberger Forscher Haikun Liu (DKFZ) und Carl Herrmann (Univ. Heidelberg) sind ebenfalls am Konsortium beteiligt.

Zur Originalmeldung des DKFZ

5 📌 Signifikant bessere Brustkrebserkennung durch neue Verfahren

Eine neuartige Mammographie-Technik kann offenbar zu erstaunlich genaueren Diagnosen fßhren. Die auf der Ansicht von Schichten basierende Technik entdeckt Brustkrebs signifikant häufiger als mit der Standard-Mammographie (+ 48 %). Der Grund: Der innovative Bildgebungsansatz reduziert die Wahrscheinlichkeit, dass ßberlappende Gewebestrukturen radiologische Zeichen fßr Malignität verdecken. Die Kombination aus Digitaler Brust-Tomosynthese (DBT) und sogenannten synthetischen 2D-Mammogrammen fßhrt zu Ergebnissen, dass nicht nur mehr Tumore entdeckt werden konnten, sondern dass es sich ßberwiegend um invasive Frßhbefunde handelt.

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„Dieses Ergebnis legt nahe, dass ein Mammographie-Screening mit Digitaler Brust-Tomosynthese radiologische Summationseffekte und Überlagerungseffekte deutlich mindert – und damit den bisherigen Grenzen der digitalen Mammographie entgegenwirkt“

Prof. Stefanie Weigel

Die Arbeit von Prof. Walter Heindel und Prof. Stefanie Weigel von der Universität Mßnster zur Optimierung der Mammographie wurde nun mit dem Hufeland-Preis gewßrdigt, der besonders herausragende Leistungen in der Präventivmedizin wßrdigt und als einer der wichtigen deutschen Medizinpreise gilt.

Zur Originalmeldung der Universität


PLUS: Tolle Aktion

Sich schĂśn fĂźhlen trotz Krebs - MINQ Magazin
UniversitätsKrebszentrum der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und DKMS LIFE bieten kostenfreie Kosmetikseminare für Krebspatientinnen an. Nächster Kurs: Mittwoch, 25. Oktober 2023, 15:00 Uhr, Lehreraum, Bettenhaus 2, Universitätsklinikum Göttingen. In den Kosmetikseminaren lernen die Frauen sich…

🎧 HĂśrtipp Podcast

“Visionäre der Gesundheit”: Prof. Martin Hirsch über KI in der Medizin

Revolutionäre Geheimnisse der Medizin: Wie KI unser Leben verändert - Ein Blick hinter die Kulissen mit Prof. Dr. Martin Hirsch - Visionäre der Gesundheit
Inga Bergen spricht mit Prof. Dr. Martin Hirsch wie KI in der Medizin eingesetzt werden kann, um Menschen nachhaltig zu entlasten.

📣 Ankündigung

Lesung „Herzsprechstunde“

Wer: Herzchirurgin Dr. Sandra Eifert ist Oberärztin am Herzzentrum Leipzig und seit 16 Jahren Herzchirurgin. In ihrem Buch „Herzsprechstunde“ befasst sie sich mit der Frage, warum das weibliche Herz anders als das männliche ist und wie es gesund bleibt.

Wo: Universitätsmedizin GÜttingen, Montag, 30. Oktober 2023, 19:00 bis 20:30 Uhr (Einlass 18:30 Uhr), HÜrsaal Med. 25, Ecke Kreuzbergring/Am Vogelsang

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