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đź—ž 24/2023

Kostendruck: Charité muss sparen · "Grüne Endoskopie” reduziert CO2-Verbrauch · "Nowater"-Projekt

Mirjam Bauer
Mirjam Bauer

đź“Ś 5 weekly picks

1 📌 Kostendruck: Charité reagiert mit Einsparungen

Krankenhäuser könne Ihre Preise nicht erhöhen. Heyo Kroemer, Vorstandsvorsitzender der Charité, bestätigte im Tagesspiegel: „Wir erwarten für dieses Jahr im Gegensatz zu 2022 kein ausgeglichenes Ergebnis mehr!“ Genaue Prognosen gebe es aktuell noch nicht, „da wir zahlreiche Effekte bislang nicht abschätzen können.“ Als Reaktion auf das Defizit plane der Charité-Chef, fünf Prozent der Ausgaben zu reduzieren und bei Einstellungen künftig zurückhaltender zu sein.

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Im landeseigenen Charité-Konzern arbeiten inklusive der Tochtergesellschaften 21.600 Beschäftigte. Im vergangenen Jahr schloss der Konzern bei einem Umsatz von etwa 2,3 Milliarden Euro mit einem leichten Überschuss von 1,3 Millionen Euro ab.

2 📌 ”Grüne Endoskopie” UKW-Pilotprojekt reduziert CO2-Verbrauch

Wie kann der CO2-Verbrauch ganz konkret in einem Klinikbereich gesenkt werden? Darum geht es in einem Pilotprojekt in der Endoskopie am Universitätsklinikum Würzburg (UKW). In einem ersten Schritt wurden umfangreich alle erforderlichen Daten erhoben. Jetzt wird geprüft, ob die umgesetzten Schritte einen Effekt bringen.

MINQ-Spezialist Prof. Dr. Alexander Meining, Leiter des Bereiches und Lehrstuhlinhaber für Gastroenterologie am UKW, initiierte das Projekt gemeinsam mit seiner Kollegin Dr. Dorothea Henniger. Das Ergebnis: „Nach der Erhebung haben wir bei 224 Produkten den Hersteller gewechselt. Statt z.B. aus Fernost kommen manche Produkte jetzt aus Europa, in einem Fall sogar aus Mittelfranken. Das wird gerade den CO2-Verbrauch durch den Transport enorm reduzieren“, so Meining.

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Das Thema interessiert uns. Wenn Sie weitere CO2-Reduktions-Initiativen kennen, schreiben Sie uns" ✉️ weeklypicks@minq-media.de

3 📌 "Nowater" -  Plan gegen Ausfall der Wasserversorgung

Ohne eine funktionierende Wasserversorgung kann der reibungslose Betrieb eines Krankenhauses nicht gewährleistet werden. Im Gegensatz zum Szenario eines Stromausfalls wird die Aufrechterhaltung der Wasserversorgung und -entsorgung in der Notfallplanung von Krankenhäusern bisher kaum betrachtet.
Ein Ausfall  hat aber nicht nur Auswirkungen auf die Patientensicherheit, sondern kann auch zu drastischen wirtschaftlichen Folgen für Krankenhäuser führen.
Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsprojekts Nowater, NOtfallvorsorgeplanung der WAsserver- und -entsorgung von Einrichtungen des Gesundheitswesens – organisatorische und Technische Lösungsstrategien zur Erhöhung der Resilienz, wurden Maßnahmen entwickelt, um Krankenhausbetreiber bei dieser Vorsorgeplanung zu unterstützen.

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Einrichtungen des Gesundheitswesens, speziell Krankenhäuser, sind eine für die Gesellschaft unverzichtbare Kritische Infrastruktur. Während das Szenario eines Stromausfalls in der Notfallplanung von Krankenhäusern fest verankert ist, wurde die Aufrechterhaltung der Wasserversorgung und -entsorgung bisher kaum betrachtet. Dabei ist sie Voraussetzung für die Funktionsfähigkeit eines Krankenhauses und somit für die Sicherheit der Patienten.

4 đź“Ś MHH bringt Bewegung in die Krebsvorsorge

In der Europäischen Union sind etwa drei Millionen Menschen von Krebs betroffen. Für 1,34 Millionen von ihnen verläuft die Erkrankung tödlich. Rund 40 Prozent der Krebsfälle wären durch wirksame Vorsorgestrategien wie eine gesündere Lebensweise und Früherkennung jedoch vermeidbar. Um das zu erreichen, hat die EU die Förderlinie „Mission Cancer“ aufgelegt, in deren Rahmen Vorhaben zur Krebsprävention unterstützt werden. Eines davon ist das Projekt PIECES, ein Konsortium aus 16 Mitgliedern aus zehn EU-Ländern, an dem auch die Medizinische Hochschule Hannover mit der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie, Infektiologie und Endokrinologie sowie dem der Klinik für Rehabilitations- und Sportmedizin beteiligt ist. „Wir haben in der EU viele gute Programme zur primären Krebsprävention, die aber leider nicht immer und überall funktionieren“, so MINQ-Spezialist Professor Dr. Heiner Wedemeyer, Direktor der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie, Infektiologie und Endokrinologie.

zur  Originalmeldung der MHH

5 đź“Ś Neue Referenzstandards zum Einsatz von FlĂĽssigbiopsien

Ein vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf koordiniertes internationales Konsortium will Referenzstandards zum Einsatz von Flüssigbiopsien in der Krebstherapie entwickeln. Validierte und standardisierte Verfahren zum Nachweis von Krebsspuren, die im Körper verbleiben, sollen auf das konkrete Krankheitsbild zugeschnittene Therapieformen fördern und so den Erfolg der Krebstherapie erhöhen. „Der standardisierte Einsatz von Flüssigbiopsien in der onkologischen MRD-Diagnostik kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, Krebstherapien noch passgenauer auf das individuelle Krankheitsbild zuzuschneiden und Patient:innen so die bestmögliche Therapie zukommen zu lassen”, so Prof. Dr. Blanche Schwappach-Pignataro, Dekanin der Medizinischen Fakultät und UKE-Vorstandsmitglied. mehr auf den Seiten des UKE

📣 Tag der Verkehrssicherheit am 17. Juni 2023: DGOU fordert mehr Rücksicht auf ältere Fußgänger

Motorisierte Verkehrsteilnehmende sowie Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer sollten stärker Rücksicht auf ältere Fußgänger nehmen. Damit helfen sie, unfallbedingte Verletzungen zu vermeiden. Denn mehr als die Hälfte aller tödlich verunglückten und ein Drittel der schwerverletzten Fußgängerinnen und Fußgänger ist 65 Jahre und älter. „Senioren verletzen sich auch bei scheinbar harmlosen Unfällen oft schwer. Insbesondere motorisierte Verkehrsteilnehmer sollten für die Sicherheit von Älteren sorgen, indem sie langsamer fahren, Sichtkontakt suchen oder für Senioren einmal mehr anhalten“, sagt Prof. Dr. Steffen Ruchholtz, MINQ-Spezialist und stellvertretender Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) und Geschäftsführender Direktor des Zentrums für Orthopädie und Unfallchirurgie, Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH. zu den konkreten Empfehlungen der DGOU

🤕 Selbsthilfegruppe: Einblicke in die neue Leitlinie zur Behandlung der Hypertonie

Prof. Dr. med. Martin Hausberg, Klinikdirektor der Medizinischen Klinik I am Städtischen Klinikum Karlsruhe, beobachtet weiterhin Defizite in Erkennung und Behandlung des Bluthochdrucks. Der MINQ-Spezialist beschäftigt sich schon seit vielen Jahren klinisch-wissenschaftlich mit der Hypertonie.

Beim Treffen der Selbsthilfegruppe Bluthochdruck am 21. Juni 2023 wird Hausberg einen Einblick in die nationale Versorgungsleitlinie für die Behandlung der arteriellen Hypertonie geben. Die Leitlinie, die dieses Jahr zum ersten Mal erscheinen wird, enthält individualisierte Therapieziele und Behandlungsstrategien, die in Zusammenarbeit mit allen deutschen medizinischen Fachgesellschaften und Patientenvertreterinnen und -vertretern entwickelt wurden.

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Das Treffen findet am 21.06.2023 um 19 Uhr in der Bibliothek der Medizinischen Klinik I im zweiten Obergeschoss von Haus B des Klinikums Karlsruhe statt.
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