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🗞 01/2024

Deutsche Herzstiftung: 8 Tipps fĂŒr ein langes Leben · WinterschlĂ€fer · Trend: DöstĂ€dning

Karl-Richard Eberle
Karl-Richard Eberle
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Mit "8 Tipps fĂŒr ein langes Leben" startet die Deutsche Herzstiftung in dieses neue Jahr 2024. Was kann es vernĂŒnftigeres geben, als sich dem anzuschließen 😉. Wir rĂ€umen fĂŒr die nĂŒtzlichen und hilfreichen RatschlĂ€ge der Stiftung deshalb gerne unseren Platz frei und unterstĂŒtzen mit dieser Ausgabe der weekly picks den Aufruf der Herzstiftung.

Die RatschlĂ€ge sind nicht neu. Wir alle kennen sie so oder in abgewandelter Form. Das macht sie nicht unnötig. Deshalb geben wir sie hier gerne weiter. Die RatschlĂ€ge der Stiftung entstanden in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. med. Bernhard Schwaab, Vorstandsmitglied der Deutschen Herzstiftung und Chefarzt an der Curschmann Klinik, Timmendorfer Strand, einem Rehabilitationszentrum fĂŒr Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

📌 8 weekly picks - 8 Tipps fĂŒr ein langes Leben

1 📌 â€Rauchen Sie nicht”

Am besten hören Sie mit dem Rauchen auf oder beginnen erst gar nicht damit. Auf das Konto des Rauchens gehen nach EinschÀtzung der Herzstiftung 120.000 vorzeitige und vermeidbare TodesfÀlle pro Jahr.

"Mit dem Rauchen aufzuhören ist nach einem Herzinfarkt unverĂ€ndert die wirksamste Einzelmaßnahme und reduziert das Wiederholungsrisiko fĂŒr einen weiteren Infarkt um weit ĂŒber 50 Prozent!"

2 📌 â€Bleiben Sie in Bewegung und treiben Sie Sport”

Wir hören es stĂ€ndig und es bleibt richtig: Wer sich regelmĂ€ĂŸig bewegt, beugt wirksam Herz- und GefĂ€ĂŸkrankheiten, aber auch Diabetes und Krebserkrankungen wie Darm- oder Brustkrebs vor. Ideal ist Ausdauerbewegung an fĂŒnf Tagen die Woche fĂŒr mindestens 30 Minuten.

„Bereits ab 8000 Schritten an mindestens zwei Tagen in der Woche wird das Risiko fĂŒr den vorzeitigen Herztod gesenkt.“

Prof. Dr. med. Bernhard Schwaab

3 📌 â€Sorgen Sie fĂŒr genĂŒgend Entspannung”

Stress und fehlende Entspannung wirken sich schnell auf unseren Körper aus und schaden ihm.

"Bei akutem Stress wappnet sich der Körper sehr gut fĂŒr die Problemsituation: Stresshormone werden ausgeschĂŒttet, der Blutzucker steigt, die InsulinausschĂŒttung nimmt zu, das Herz schlĂ€gt schneller und der Blutdruck steigt. Bei anhaltendem Dauerstress kommen diese VorgĂ€nge jedoch nicht zur Ruhe und der Organismus steht stĂ€ndig unter Dampf."

Die Lösung liegt im Gleichgewicht zwischen Phasen der Anstrengung und Konzentration und Phasen der Entspannung und Ruhe.

„Wenn Patienten nach einem Herzinfarkt ihre Stressfaktoren durch Entspannung in den Griff bekommen, könne Sie das Auftreten eines vorzeitigen Herztods um circa 30 Prozent verringern.“

Prof. Dr. med. Bernhard Schwaab

4 📌 â€ErnĂ€hren Sie sich gesund”

An gesundem Essen geht bekanntermaßen kein Weg vorbei. Ob Gerichte der sogenannten MittelmeerkĂŒche mit Fisch, GemĂŒse und Olivenöl, ballaststoffreichen Nahrungsmitteln oder die Reduktion von Fett, Fleisch, Salz und Zucker: auch hier können schnell positive und anhaltende Effekte fĂŒr die Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden erzeugt werden:

"Gesunde ErnĂ€hrung verringert EntzĂŒndungsvorgĂ€nge im Körper, verbessert die Fließeigenschaften des Bluts und die Funktion der zarten GefĂ€ĂŸinnenhaut (Endothelfunktion), optimiert die Wirkung des körpereigenen Insulins, senkt den Blutdruck und hilft, Übergewicht am Bauch zu vermeiden."

5 📌 "Vermeiden Sie Übergewicht"

Unvermeidlich im Kanon der guten RatschlĂ€ge: die Vermeidung von Übergewicht, ohne beim Abnehmen ins Gegenteil umzuschlagen. Übergewicht ist und bleibt einer der großen Risikofaktoren, da ĂŒbergewichtige Personen Gefahr laufen, ein metabolisches Syndrom zu entwickeln – mit schweren Folgen fĂŒr Herz und Kreislauf.

"Zu viel Bauchfett, zu hoher Blutdruck, zu viel Fett und Zucker im Blut: das sind die Zutaten fĂŒr das „metabolische Syndrom“.

Die Orientierung am BMI kann helfen, das eigene Körpergewicht zu analysieren, wenngleich der folgende Hinweis wichtig bleibt::

"Der BMI kann bei Patienten mit hoher Muskelmasse - und damit höherem Körpergewicht - in einen Bereich geraten, der eigentlich auf Übergewicht deutet. Bei der Beurteilung von risikoreichem Übergewicht werden daher z.B. auch Fettverteilung und Taillenumfang mit berĂŒcksichtigt."

6 📌 â€Schlafen Sie ausreichend und regelmĂ€ĂŸig”

Mit gutem Gewissen ausreichend viel schlafen sollte uns leichtfallen, ist es aber allzu oft nicht. Die Ursachen von Schlafmangel sind viel vielfÀltig und sollten ernst genommen werden. Denn:

"Dauerhaft zu wenig oder schlechter Schlaf kann das Risiko fĂŒr kardiovaskulĂ€re Erkrankungen erhöhen oder bereits bestehende Erkrankungen wie die koronare Herzkrankheit oder das metabolische Syndrom beschleunigen. Besonders das Risiko fĂŒr Herzinfarkt und HerzschwĂ€che steigt."

Hingegen wirkt gesunder Schlaf sich positiv auf Leib und Seele aus:

"WĂ€hrend der Nachtruhe erholt sich der Körper, Stoffwechselprozesse wie der Fett- und Zuckerstoffwechsel werden reguliert, das Immunsystem wird gestĂ€rkt und zellulĂ€re Reparaturprozesse werden angestoßen. Auch der Blutdruck wird wĂ€hrend der Nachtruhe langfristig konstant gehalten".

Ausreichend schlafen könnte somit eine der Maßnahmen sein, die mit etwas Disziplin besonders leicht umzusetzen sind.

7 📌 â€Achten Sie auf Blutdruck, Cholesterin und Blutzucker”

Hinter allen RatschlÀgen steckt im Kern die immer wieder gehörte Botschaft, vor allem Blutdruck, Blutfett- und Blutzuckerwerte im Auge zu behalten und in den Griff zu bekommen.

"Ein nicht oder nicht ausreichend behandelter Bluthochdruck gehört zu den gefĂ€hrlichsten Risikofaktoren vor allem fĂŒr einen Schlaganfall. Aber auch andere Organe leiden unter einem permanent zu hohen Blutdruck, wie Herz, Nieren und Augen. Es drohen Herzinfarkt, HerzschwĂ€che, Rhythmusstörungen, ein Versagen der Nieren oder VerĂ€nderungen des Augenhintergrundes"

8 📌 â€Nutzen Sie die angebotenen Vorsorgeuntersuchungen”

Zu guter Letzt der RatschlĂ€ge fĂŒr ein langes Leben: Die Vorsorge, um rechtzeitig zu hohe Werte zu erkennen, die sich oft genug bereits abzeichnen, bevor es Anzeichen dafĂŒr gibt. Hier sollten die Krankenkassen und Versicherungen ihren Teil ĂŒbernehmen und noch aktiver Zielgruppen ansprechen, um sie auf die nĂŒtzliche Vorsorge aufmerksam zu machen. Die Deutsche Herzstiftung rĂ€t Frauen und MĂ€nnern zu regelmĂ€ĂŸigen Vorsorgeuntersuchungen bereits ab 40 Jahren; bei bekannter familiĂ€rer Vorbelastung noch frĂŒher.

"DurchgefĂŒhrt wird der Check von Allgemeinmedizinern, praktischen Ärzten und Internisten. DarĂŒber hinaus erlauben es etwa Ultraschalluntersuchungen der Halsschlagadern oder der Becken- und BeingefĂ€ĂŸe, frĂŒhzeitig GefĂ€ĂŸverkalkungen zu erkennen, die fĂŒr die Betroffenen noch ohne Symptome sind. Das EKG in Ruhe und unter Belastung sowie die Ultraschalluntersuchung des Herzens ergĂ€nzen das Untersuchungsspektrum."

💬 Über unseren Tellerrand

1 “Learning to sleep like a bear could save your life”

Auf der ganzen Welt erforschen Ärzte und TierĂ€rzte die TiefschlaffĂ€higkeiten von WinterschlĂ€fern im Tierreich. Der Grund: Beschwerden und Krankheitserscheinungen wie Blutgerinnsel, Wundliegen, Knochenschwund, Muskelschwund kommen trotz teils monatelanger Phasen völliger Bewegungslosigkeit und körperlicher InaktivitĂ€t nicht statt. So enthĂŒllte beispielsweise eine Studie bei BraunbĂ€ren, die im Wissenschaftsmagazin Science publiziert wurde, einen Schutzfaktor, der sie vor immobilitĂ€tsbedingter Thrombose schĂŒtzt.

Zur Originalstudie in Science

Lesetipp: Interessanter Überblicksartikel in der Washington Post

2 “DöstĂ€dning” - die schwedische Art, sein Leben zu ordnen

“DöstĂ€dning” ist schwedisch und bedeutet wörtlich “Todesreinigung”. Gemeint ist ”die Kunst, die Dinge des Lebens zu ordnen” und kommt nach EinschĂ€tzung der Zeitschrift psychology today gerade als Trend in den USA an. Die AufrĂ€umvorschlĂ€ge sind nicht neu und stammen von Autorin Margareta Magnusson, die es damit zum New-York-Times-Bestseller geschafft hat. Ihr zufolge kann man gar nicht frĂŒh genug mit dem sortieren und entsorgen beginnen. Das könnte gut zu den VorsĂ€tzen passen, die man sich jedes Jahr vorgenommen hat.


🏆 MINQs Choice

Nach mehr als 25 Jahren aktiver Recherche und Erstellung der Ärztelisten, die seit 1997 regelmĂ€ĂŸig in der Zeitschrift FOCUS publiziert wurden und seit 2022 im Magazin stern erscheinen, haben wir uns entschlossen, unter dieser Rubrik gewissermaßen in eigener Sache jede Woche auf 3 besondere Mediziner:innen zu verweisen.

🏆 Dr. Darius Alamuti

💎 MINQ-Spezialist seit 2011

👉  Empfohlen fĂŒr Liposuktion, Botoxbehandlung, Dermatologische Laserbehandlung

đŸ„ Dr. Alamouti Aesthetic & Skin - PrivatĂ€rztliches Centrum im historischen Bahnhof

📍 44787 Bochum

Dr. Darius Alamouti Schönheitsoperationen | Ästhetische Chirurgie - Darius Alamouti
Informieren Sie sich hier ĂŒber die Kosten, BehandlungsgrĂŒnde und mögliche Bereiche des Körpers

🏆 Dipl. med. Jens W. Jacobeit

💎 MINQ-Spezialist seit 2015

👉  Empfohlen fĂŒr Andrologie

đŸ„ MVZ Praxis im Chilehaus

📍 20095 Hamburg

Praxis Chilehaus Hamburg

🏆 Prof. Dr. med. Susanne Hahn

💎 MINQ-Spezialistin seit 2016

👉  Empfohlen fĂŒr Endokrinologie

đŸ„ Praxis fĂŒr Endokrinologie

📍 40212 DĂŒsseldorf

Quadbeck & Hahn / Praxis fĂŒr Endokrinologie DĂŒsseldorf
Praxis fĂŒr Endokrinologie DĂŒsseldorf, Priv.-Doz. Dr. med. Beate Quadbeck, Priv.-Doz. Dr. med. Susanne Hahn
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