Foto der Woche: Ant Rozetsky

đź—ž 23/2023

Kliniken-Netzwerk Ukraine / BRD · Gesundheitsinformationen: persönliche Kontakte zählen · therapeutischer HPV-Impfstoffs im Maus-Tumormodell · Service: Wartezeitcheck online

Mirjam Bauer
Mirjam Bauer

đź“Ś 5 weekly picks

1 đź“Ś Netzwerk aus 34 Klinikpartnern in der Ukraine und in Deutschland

Die Charité – Universitätsmedizin Berlin koordiniert das Netzwerk SOLOMIYA zur psychosozialen Unterstützung der Menschen in der Ukraine. Gestartet ist SOLOMIYA – ukrainisch für Frieden – im letzten Frühjahr und bringt Kliniken in Deutschland und der Ukraine partnerschaftlich zusammen. Ziel ist es weiterhin, die Bereiche psychische Gesundheit, Notfallversorgung und Traumatologie zu stärken sowie mit dringend benötigten Medikamenten zu unterstützen. Das Projekt wird mit 6,2 Millionen Euro vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert und von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) umgesetzt.

zur Pressemeldung der Charité

mehr zu SOLOMYA

2 📌 Gesundheitsinformationen für benachteiligte Menschen: persönliche Kontakte zählen

Für benachteiligte Familien und Alleinerziehende sowie ältere Menschen mit geringer Gesundheitskompetenz ist der Zugang zu qualitativ hochwertigen Gesundheitsinformationen oft erschwert. Vor diesem Hintergrund hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) eine qualitative Bedarfsanalyse in Auftrag gegeben, um mehr über die Bedürfnisse dieser Menschen, gewünschte Formate und geeignete Vermittlungskanäle zu erfahren. Aus den Ergebnissen leitet das IQWiG-Team Empfehlungen für die Erstellung und Verbreitung von Gesundheitsinformationen ab, um diese Gruppen besser zu unterstützen. Persönliche Kontakte zu Vermittlerinnen und Vermittlern etwa in Sozialberatungen, Arztpraxen und aus dem persönlichen Umfeld sind bei Gesundheitsfragen von herausragender Bedeutung!

zum Pressecenter des IQTIQ

3 đź“Ś Entwicklung und Wirksamkeit eines therapeutischen HPV Impfstoffs im Maus-Tumormodell

Infektionen mit humanen Papillomaviren (HPV) sind der Auslöser für Neoplasien und Karzinome in der Cervix sowie im Mund-, Hals und Kopfbereich. Trotz Verfügbarkeit eines vor HPV-Infektion schützenden Impfstoffs ist die globale Anzahl schwerer Verläufe und Todesfälle durch HPV-induzierte Tumoren nach wie vor sehr hoch [>600.000 Krebsdiagnosen in 2020; >340.000 Todesfälle in 2020]. Ein therapeutischer Impfstoff, der das Immunsystem der Patienten darauf trainiert, maligne entartete Zellen frühzeitig zu eliminieren, wäre unter ethischen wie auch sozioökonomischen Aspekten hochwillkommen.

Patrick Neckermann, Dr. Benedikt Asbach und Prof. Dr. Ralf Wagner von der Uniklinik Regensburg (Molekulare Virologie, Institut fĂĽr klinische Mikrobiologie und Hygiene) beschreiben zusammen mit Kooperationspartnern eines EU Projektes die Entwicklung einer neuartigen, therapeutischen HPV-Vakzine.

zur Pressemitteilung der Uniklinik Regensburg

4 📌 Progesteron könnte vor Parkinson schützen

Das Hormon zeigte in einer Studie eine schützende Wirkung auf die Nervenzellen des Darms. Das macht Hoffnung auf einen Einsatz von Progesteron gegen Parkinson. Zwischen den Nervenzellen des Magen-Darm-Trakts und denen im Gehirn und Rückenmark gibt eine gegenseitige Kommunikation. Sie lässt vermuten, dass das Nervensystem des Verdauungstrakts Einfluss auf Prozesse im Gehirn nehmen könnte, die zu Parkinson führen. Paula Neufeld und Lennart Stegemann, die in der Abteilung Cytologie der Medizinischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum promovieren, haben in den Nervenzellen des Magen-Darm-Trakts erstmals Progesteronrezeptoren nachgewiesen und gezeigt, dass Progesteron die Zellen schützt. Ihre Entdeckung eröffnet Perspektiven für die Entwicklung von neuartigen neuroprotektiven Therapieansätzen, um Erkrankungen wie Parkinson oder Alzheimer entgegenzuwirken.

Die Studie ist in der Zeitschrift Cells vom 21. April 2023 veröffentlicht.

Pressemitteilung der RUB weiterlesen

5 đź“Ś Ist ChatGPT einfĂĽhlsamer als ein Arzt?

Dass ChatGPT ein umfangreiches medizinisches Wissen hat, ist keine Überraschung. Empathie würde man bei dem Chatbot hingegen weniger vermuten. Ein US-Forschungsteam hat nun die Fähigkeiten der KI als "Arzt" getestet - und kommt zu einem überraschenden Ergebnis. Demnach ist die Künstliche Intelligenz nicht nur kompetenter, sondern auch einfühlsamer in der Kommunikation mit Patienten. Für ihre Studie, die in der Fachzeitschrift "Jama Internal Medicine" erschienen ist, stellten Forscherinnen und Forscher der University of California ChatGPT 195 Fragen, die sie zuvor im Reddit-Forum "AskDocs" ("Frag Ärzte") ausgewählt hatten. Anschließend verglichen sie sowohl die "Qualität der Informationen" als auch das "Einfühlungsvermögen" der KI-Antworten mit denen von verifizierten Ärzten auf der Internetplattform. Die Bewertung nahm ein Team aus Gesundheitsexperten vor - aus den Bereichen Innere Medizin, Pädiatrie, Onkologie und Infektionskrankheiten. Die Fachleute wussten dabei nicht, von die Antworten von einem Arzt oder der KI stammten.

zu dem Original-Beitrag von n-tv

đź’¬ Ăśber den Tellerrand

Neue Medikamente oft teurer als wirksamer

Die Mehrzahl neu zugelassener Arzneien, etwa gegen Krebs, ist nicht besser als bestehende Mittel. Ein Schweizer Chefarzt kritisiert die “grenzenlose Gier” der Pharmafirmen. Neue Arzneimittel sind oft Krebsmedikamente, die sehr teuer sind. Das zeigt eine internationale Studie mit Schweizer Beteiligung, die soeben im Fachblatt «British Medical Journal» (BMJ) erschienen ist.

Mehr dazu lesen im Artikel des Tagesanzeiger

đź“Ł AnkĂĽndigungen

5 Jahre KIONET: erster bayerischer Kinderkrebstag

KIONET – das Kinderonkologische Netzwerk Bayern – wird am Montag, 12. Juni 2023, fünf Jahre alt. In ihm haben sich die kinderonkologischen Abteilungen und Zentren der Universitätsklinika Augsburg, Erlangen, der LMU München und der TU München sowie Regensburg und Würzburg zusammengeschlossen, um für krebskranke Kinder und Jugendliche in Bayern eine optimale Versorgung zu gewährleisten. Durch KIONET soll jedes Kind Zugang zu innovativen Krebstherapien im Rahmen klinischer Studien erhalten – und das in der Nähe seines jeweiligen Wohnortes.
Das fünfjährige Bestehen des Netzwerks wird am 12. Juni 2023 im Bayerischen Landtag in München gewürdigt – als erster Bayerischer Kinderkrebstag.

Prof. Dr. Selim Corbacioglu, Leiter der Abteilung für Pädiatrische Hämatologie, Onkologie und Stammzelltransplantation am Uniklinikum Regensburg: „Viele der wichtigsten medizinischen Fortschritte der letzten Jahrzehnte wurden in der Kinderonkologie entwickelt. KIONET kann das ermöglichen!“

Zum newsroom der UK Regensburg

🤕 IchalsPatient

Patientenfreundlicher Service:  Wartezeitencheck bei der Notfallambulanz

Wie lange muss ich in der Rettungsstelle auf eine Behandlung warten, wenn ich nicht lebensbedrohlich erkrankt bin? Wie viele Patient:innen warten dort gerade? Wie viele lebensbedrohliche Notfälle werden gerade behandelt? Diese Informationen sind ab sofort online für alle zugänglich und transparent für die Rettungsstellen für Erwachsene und Kinder im Vivantes Klinikum am Friedrichshain, im Laufe des Jahres auch für alle weiteren Rettungsstellen von Vivantes. Die aktuellen Informationen zu Wartezeiten sollen die Arbeit auch hinter den Kulissen erklären.

Das Projekt wird durch das Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) gefördert. Zuerst führt Vivantes die Wartezeitenmonitore für die Friedrichshainer Rettungsstellen ein. Dort werden die meisten Notfall-Patientinnen bei Vivantes behandelt. Die sechs weiteren Vivantes Erwachsenen-Rettungsstellen in Berlin und die Neuköllner Kinderrettungsstelle sollen in den nächsten Monaten folgen. Derzeit werden die Wartebereiche aller Rettungsstellen mit Monitoren ausgestattet, damit die angemeldeten Patientinnen sich auch vor Ort aktuell informieren können. weiterlesen bei Vivantes

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Das ist ein patientenfreundliches Projekt. Welche Kliniken bieten ähnliche Modelle an? ✉️ Schreiben Sie uns, wenn Sie uns auf Beispiele aufmerksam machen möchten: weeklypicks@minq-media.de
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